Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl hat sich nach dem überraschenden Scheitern des fast abgeschlossenen Leihgeschäfts für Chelsea-Stürmer Nicolas Jackson zu Wort gemeldet.
Am Samstag berichteten mehrere Medien, dass Chelsea in letzter Minute den geplanten Transfer gestoppt habe. Grund sei die Verletzung von Liam Delap im 2:0-Sieg gegen Fulham. Die Blues zogen daraufhin ihre Zustimmung zurück und beharrten darauf, dass Jackson als Backup an der Stamford Bridge bleibt. Dies geschah, obwohl sich der Spieler bereits auf dem Weg nach München befand, um den Medizincheck zu absolvieren – Fotos zeigten ihn sogar im Flugzeug auf dem Weg nach Bayern.
Auf Nachfrage vor dem Bundesliga-Spiel der Münchner gegen Augsburg reagierte Eberl zunächst vorsichtig:
„Es passieren außergewöhnliche Dinge, ich kann aktuell noch nicht sagen, was los ist“, erklärte der Sportchef und betonte, dass „Transfers erst dann abgeschlossen sind, wenn die Unterschriften unter dem Vertrag stehen“.
Später bestätigte Eberl jedoch offen, dass der Deal endgültig geplatzt sei. „Wir hätten gerne gehandelt, die medizinische Untersuchung durchgeführt und den Vertrag unterschrieben. Das ist nun nicht mehr möglich“, sagte er. „Wir haben schlicht keinen unterschriebenen Vertrag.“ Damit stehen die Bayern nur wenige Stunden vor Ende des Transferfensters erneut unter enormem Druck, eine Lösung für die vakante Stürmerposition zu finden.
Besonders pikant: Jacksons Berater Diomansy Kamara meldete sich über soziale Medien zu Wort und machte klar, dass sein Mandant den Wechsel unbedingt vollziehen wolle. Mit den Worten „Ein Flugzeug fährt nicht rückwärts“ deutete er an, dass eine Rückkehr nach London kaum vorstellbar sei. Der Spieler selbst befindet sich weiterhin in München, während sein Lager versucht, den Transfer doch noch zu retten.
Dennoch sehen Experten wenig Hoffnung. Laut Berichten britischer Medien und Analysen von „Bavarian Football Works“ ist es höchst unwahrscheinlich, dass der Transfer kurzfristig doch noch zustande kommt. Chelsea hält alle Karten in der Hand: Ohne unterschriebenen Vertrag und nach der Rücknahme der medizinischen Freigabe ist Jackson weiterhin an den Londoner Klub gebunden – sein Vertrag läuft dort bis 2033.
Die Posse sorgt dafür, dass Bayern in den letzten Stunden des Transfermarkts hektisch nach Alternativen sucht, während Jackson in einer ungewissen Lage verharrt: Er will nach München, Chelsea blockt, und die Zeit drängt.
✅ Wichtige Punkte:
- Chelsea stoppte den Transfer nach der Verletzung von Liam Delap.
- Eberl bestätigte: „Kein unterschriebener Vertrag – der Deal ist geplatzt.“
- Jackson und sein Berater kämpfen weiter für den Wechsel.
- Bayern muss unter Zeitdruck neue Optionen prüfen.