Bayer-Leverkusen-Kapitän Jonathan Tah hat seine Überraschung über die plötzliche Entlassung von Cheftrainer Erik ten Hag geäußert und die Entscheidung als „unerwartet“ und einen „Schock“ innerhalb der Mannschaft beschrieben. Der Schritt erfolgte nach einer Reihe enttäuschender Ergebnisse, die den deutschen Meister früh in der Saison ins Straucheln brachten.
Ten Hag, der im Sommer die Nachfolge von Xabi Alonso antrat, kam mit großen Erwartungen nach Leverkusen, nachdem er zuvor Ajax Amsterdam und Manchester United trainiert hatte. Doch seine Amtszeit wurde abrupt beendet, nachdem die Mannschaft Schwierigkeiten hatte, die Meisterform der vergangenen Bundesliga-Saison zu wiederholen. Berichten zufolge führten fehlende Konstanz sowie Spannungen im Hintergrund dazu, dass die Vereinsführung einen Trainerwechsel beschloss.
Tah, der als Abwehrchef Leverkusens gilt und zuletzt mit Alonso die Bundesliga-Trophäe gewann, gab zu, dass die Spieler nicht mit einem so schnellen Handeln der Vereinsführung gerechnet hatten. „Es kam für uns alle überraschend“, sagte der deutsche Nationalspieler. „Wir wissen, dass die Ansprüche hier sehr hoch sind, aber trotzdem haben wir geglaubt, dass wir die Situation mit dem Trainer noch drehen können. Persönlich respektiere ich Erik sehr und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.“
Der 28-Jährige betonte, dass die Mannschaft nun zusammenhalten müsse, um trotz der Unruhe die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. „Am Ende des Tages muss das Team weitermachen. Wir dürfen nicht vergessen, wofür wir kämpfen. Ein Wechsel in dieser Situation ist nie einfach, aber wir sind Profis und müssen auf dem Platz alles geben“, so Tah weiter.
Nach Informationen aus Vereinskreisen laufen bereits Gespräche mit potenziellen Nachfolgern. Unter anderem werden der ehemalige Dortmund-Trainer Edin Terzić sowie Ex-Brighton-Coach Roberto De Zerbi als Kandidaten gehandelt. Bis ein neuer Cheftrainer vorgestellt wird, übernimmt Co-Trainer Salvatore Zangari interimsweise die Verantwortung für die erste Mannschaft.
Unter den Fans von Leverkusen sind die Reaktionen gemischt. Während einige meinen, der Klub habe zu übereilt gehandelt, da Ten Hag nur wenig Zeit hatte, seine Ideen umzusetzen, sehen andere den Schritt als notwendig an, um den Schwung aus der Alonso-Ära zu bewahren.
Für Tah und seine Teamkollegen besteht die Herausforderung nun darin, das Team zu stabilisieren und sowohl in der Bundesliga als auch in Europa konkurrenzfähig zu bleiben. „Die Verantwortung liegt jetzt bei uns Spielern“, schloss Tah. „Wir müssen Einheit zeigen und für das Wappen alles geben – egal, wer an der Seitenlinie steht.“
„Aus der Überraschung wächst die Stärke – und Bayer kämpft weiter mit Herz!“