Wenn Sarah Zadrazil an diesem Wochenende zum Bundesliga-Auftakt auf den Platz tritt, trägt sie nicht nur die Farben ihres Vereins – sie trägt auch eine Geschichte voller Widerstandskraft, Entwicklung und unermüdlichem Ehrgeiz.
Der Weg der österreichischen Mittelfeldspielerin von St. Gilgen bei Salzburg bis in die deutsche Spitzenliga ist geprägt von Ausdauer und Leidenschaft. Mit ihren 31 Jahren ist Zadrazil inzwischen eine feste Größe – sowohl im Verein als auch im österreichischen Nationalteam. Bekannt ist sie nicht nur für ihr taktisches Gespür, sondern auch für ihre unermüdliche Laufarbeit.
„Ich habe immer daran geglaubt, dass Fußball eine ständige Aufwärtsreise ist“, sagte Zadrazil kürzlich in einem Interview. „Man ist nie fertig, man lernt immer dazu, passt sich an. Genau das hält mich motiviert.“
Dieser Hunger nach Weiterentwicklung prägt ihre Karriere von Anfang an. Nach ihren ersten Schritten im Jugendfußball Österreichs wechselte sie in die USA und spielte am East Tennessee State College. Dort fiel sie sofort durch Führungsstärke und Spielübersicht auf. Die Jahre in den Vereinigten Staaten stärkten sie nicht nur körperlich, sondern auch mental für die Herausforderungen des europäischen Fußballs.
Der große Durchbruch gelang ihr schließlich in Deutschland, wo sie sich als unverzichtbare Mittelfeldakteurin etablierte. In den letzten Spielzeiten machte sie sich einen Namen als Taktgeberin, die gegnerische Angriffe konsequent unterbindet und mit präzisen Pässen Offensivaktionen einleitet. Trainer und Mitspielerinnen loben regelmäßig ihre Konstanz – eine Eigenschaft, die sie unverzichtbar macht.
Doch nicht nur auf dem Platz setzt Zadrazil Akzente. Sie ist auch zu einem Vorbild für junge Spielerinnen geworden, besonders in Österreich, wo der Frauenfußball stetig an Bedeutung gewinnt. „Ich möchte zeigen, dass man mit harter Arbeit, Selbstvertrauen und Geduld alles erreichen kann“, betont sie.
Zum Start der Bundesliga-Saison sind die Erwartungen hoch. Ihr Verein strebt einen erfolgreichen Auftakt an – und Zadrazils Führungsrolle im Mittelfeld wird entscheidend sein. Sie selbst begegnet dem mit Gelassenheit.
„Ich versuche, nicht zu sehr darüber nachzudenken, was andere erwarten“, erklärt sie. „Für mich zählt das Team, alles auf dem Platz zu geben – und den Weg zu genießen.“
Von Salzburg bis zum Stardom: Sarah Zadrazils Aufstieg kennt keinen Stillstand. Und mit Beginn der neuen Saison bleibt nur eine Frage: Wie weit wird ihre unermüdliche Reise noch führen?