– Nach der überraschenden Niederlage des VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg hat Cheftrainer Sebastian Hoeneß ein deutliches Zeichen gesetzt, das in der Bundesliga für Aufsehen sorgt. Das 1:2 im Baden-Württemberg-Derby kostete den Schwaben nicht nur drei Punkte, sondern legte auch Schwachstellen in einer Mannschaft offen, die bislang als eine der Überraschungen der Saison galt.
Am Montagmorgen verkündete Hoeneß die Suspendierung von zwei Spielern aus dem Profikader auf unbestimmte Zeit. Offiziell wurden keine Namen genannt, doch Beobachter am Trainingsgelände berichten, dass es sich um Stammkräfte handele, die zuletzt sowohl mit ihrer Form als auch mit ihrer Einstellung zu kämpfen hatten. Nach Angaben aus Vereinskreisen sei die Maßnahme weniger sportlicher Natur, sondern vielmehr eine Frage der Disziplin.
„Wir sind an einem Punkt, an dem Geschlossenheit und Einsatzbereitschaft über allem stehen müssen“, erklärte Hoeneß in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. „Diese Mannschaft hat gemeinsam viel erreicht. Aber wenn jemand persönliche Interessen oder Bequemlichkeit über das Kollektiv stellt, können wir das nicht akzeptieren. Stabilität, Disziplin und Fokus sind entscheidend, um unseren Weg fortzusetzen.“
Die Entscheidung löste eine hitzige Debatte unter Fans und Experten aus. Viele Anhänger lobten die Konsequenz des Trainers und erinnerten daran, dass der VfB in der Vergangenheit schon mehrfach an internen Unruhen gescheitert sei. „Wir haben zu oft erlebt, dass kleine Risse zu großen Problemen werden“, schrieb ein Fan in den sozialen Medien. „Hoeneß zeigt echte Führungsstärke, indem er handelt, bevor es zu spät ist.“
Andere wiederum fürchten, dass der Verlust wichtiger Spieler mitten in einer heißen Bundesliga-Phase die Mannschaft schwächen könnte. Mit den bevorstehenden Partien gegen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund stehen für Stuttgart richtungsweisende Spiele an.
Die Vereinsführung stärkte ihrem Coach jedoch demonstrativ den Rücken. Sportdirektor Fabian Wohlgemuth erklärte in einer kurzen Mitteilung, die Maßnahmen seien „notwendig, um die langfristige Entwicklung der Mannschaft zu schützen“. Die betroffenen Spieler würden zunächst individuell trainieren und könnten erst dann zurückkehren, „wenn klare Verbesserungen in Haltung und Einsatzbereitschaft erkennbar sind“.
Fest steht: Hoeneß will den Höhenflug des VfB Stuttgart nicht durch Nachlässigkeit gefährden. Platzierungen in der Spitzengruppe haben die Erwartungen am Neckar steigen lassen, doch der Trainer macht klar, dass Disziplin und Zusammenhalt wichtiger sind als Euphorie.
Ob diese harte Linie zum Wendepunkt der Saison wird – oder den Beginn einer Krise einleitet – bleibt abzuwarten. Klar ist nur: Hoeneß hat ein Zeichen gesetzt, und die gesamte Bundesliga schaut genau hin.