Jérôme Boateng sagt Lebewohl: Weltmeister und Bayern-Legende beendet seine Karriere
Der deutsche Fußball verabschiedet sich von einem seiner erfolgreichsten Verteidiger: Jérôme Boateng hat offiziell sein Karriereende im Alter von 37 Jahren bekannt gegeben. Die Ankündigung erfolgte in einem emotionalen Instagram-Post und markiert das Ende einer Laufbahn, die voller Titel, unvergesslicher Momente und ikonischer Auftritte auf Klub- wie Länderebene war.
Boateng, der zuletzt für den österreichischen Klub LASK auflief, war seit dem Sommer vereinslos. Anstatt seine Karriere auf der Suche nach einem neuen Vertrag zu verlängern, entschied sich der in Berlin geborene Abwehrspieler, auf eigenen Wunsch Schluss zu machen. „Ich habe lange gespielt, für große Vereine und für mein Land“, schrieb Boateng. „Der Fußball hat mir so viel gegeben. Jetzt ist es Zeit weiterzugehen – nicht, weil ich muss, sondern weil ich bereit bin.“
Seine Worte spiegelten Dankbarkeit wider – nicht nur gegenüber Mitspielern, Trainern und Fans, sondern auch gegenüber seiner Familie. „Über allem steht meine Familie und meine Kinder, die immer für mich da waren“, fügte er hinzu und unterstrich die Rolle seiner engsten Begleiter auf diesem langen Weg.
Boatengs Vermächtnis ist historisch. Er war Teil der goldenen Generation, die 2014 in Brasilien den FIFA-Weltmeistertitel gewann. Dort sicherte er sich mit herausragenden Leistungen seinen Platz als einer der besten Verteidiger der Welt. Auf Vereinsebene ist sein Name untrennbar mit dem FC Bayern München verbunden, wo er von 2011 bis 2021 spielte und neun Meisterschaften, zwei Champions-League-Titel sowie zahlreiche nationale Pokale gewann. Seine 314 Bundesliga-Einsätze zeugen von seiner Konstanz und Widerstandskraft.
Bevor er beim FC Bayern Geschichte schrieb, führte ihn sein Karriereweg zu Hertha BSC und dem Hamburger SV. Im Ausland stand er für Manchester City, Olympique Lyon, Salernitana und den LASK auf dem Platz. Bekannt für seine Zweikampfstärke, sein Spielverständnis und seine präzisen Pässe, galt er als Prototyp des modernen, spielstarken Innenverteidigers.
Auch abseits des Rasens hat Boateng seine Zukunft bereits vorbereitet. Mit der UEFA-B-Trainerlizenz ausgestattet, dürfte er dem Fußball als Coach oder in einer Führungsrolle treu bleiben.
Die Reaktionen auf sein Karriereende waren von Respekt und Bewunderung geprägt. Ehemalige Mitspieler, Fans und Vereine würdigten nicht nur seine Titel, sondern auch seine Professionalität und Persönlichkeit.
Jérôme Boateng verlässt den Fußball als Champion in jeder Hinsicht – sein Einfluss auf den deutschen und europäischen Fußball wird weit über den letzten Schlusspfiff hinaus bestehen bleiben