Luis Díaz hat nicht lange gebraucht, um die Herzen der Bayern-Fans zu erobern. Der kolumbianische Flügelspieler, der im Sommer verpflichtet wurde, hat nun in jedem seiner ersten drei Bundesliga-Spiele für den Klub getroffen – ein Kunststück, das vor ihm nur drei Spielern gelungen ist.
Die Namen auf dieser kurzen Liste sind durchaus klangvoll. Ruggiero Rizzitelli schaffte die Serie 1996, Luca Toni wiederholte sie 2007, und Mario Mandžukić folgte 2012. Jeder von ihnen war ein Torjäger von Format, doch keiner konnte die Serie auf vier Spiele in Folge ausbauen. Diese Herausforderung liegt nun auf den Schultern von Díaz, der die Chance hat, sich allein in die Bundesliga-Geschichtsbücher einzutragen.
Sein früher Einfluss ist beeindruckend. Díaz traf bei seinem Debüt mit einem technisch sauberen Abschluss, legte im zweiten Spiel einen typischen Abstaubertreffer nach und erzielte jüngst gegen Hoffenheim mit großer Ruhe sein drittes Tor. Neben den Treffern begeisterte er mit Dribblings, Tempo und unermüdlichem Pressing – und wurde so schnell zum Fanliebling und zum Albtraum der Abwehrreihen.
Trainer Thomas Tuchel betonte bereits die Bedeutung des Kolumbianers. „Luis zeigt genau das, was wir uns von ihm erhofft haben“, sagte Tuchel nach dem Hoffenheim-Spiel. „Er bringt Qualität am Ball, aber auch Hunger gegen den Ball. Rekorde sind schön, aber am wichtigsten ist, dass er alles für die Mannschaft gibt. Trotzdem ist klar: Er steht kurz davor, etwas Besonderes zu schaffen.“
Díaz selbst spielt persönliche Auszeichnungen herunter und stellt den Erfolg des Teams in den Vordergrund. „Es ist immer schön, Tore zu schießen, aber das Wichtigste ist, der Mannschaft zu helfen“, erklärte er. „Wenn die Tore kommen, freue ich mich. Wenn nicht, gebe ich trotzdem alles.“
Die Vorfreude in der Allianz Arena ist groß. In den sozialen Medien überschlagen sich die Fans bereits mit Spitznamen wie El Histórico und diskutieren über den möglichen „4/4-Moment“, der seinen Namen in die moderne Klubgeschichte eingravieren könnte.
Das kommende Bundesliga-Spiel der Bayern hat deshalb eine zusätzliche Brisanz. Es geht nicht nur um drei Punkte im Titelrennen – es geht auch um die Chance, Geschichte zu schreiben. Ein viertes Tor in Serie würde nicht nur neue Maßstäbe setzen, sondern auch Díaz’ Status als einer der prägendsten Transfers der letzten Jahre unterstreichen.
Wenn der Anpfiff näher rückt, bleibt die große Frage: Kann Luis Díaz den entscheidenden Schritt in die Geschichtsbücher machen