Die Gerüchteküche in England und Deutschland brodelt: Manchester United soll bereit sein, rund 70 Millionen Pfund für den slowenischen Stürmer Benjamin Šeško von RB Leipzig auf den Tisch zu legen. Die „Sesko-Saga“ entwickelt sich damit zu einer der spannendsten Transfergeschichten dieses Jahres – und wirft die Frage auf, warum die Red Devils so hartnäckig hinter dem 21-Jährigen her sind.
Ein Spieler mit Zukunft
Šeško wechselte erst im Sommer 2023 von Red Bull Salzburg nach Leipzig und hat sich dort rasch etabliert. Mit seiner Mischung aus Dynamik, physischer Präsenz und technischem Feingefühl gilt er als einer der aufregendsten jungen Mittelstürmer Europas. In Leipzig erzielte er in seiner ersten Saison in der Bundesliga bereits eine zweistellige Zahl an Toren und zeigte besonders in der Champions League, dass er auch auf höchstem Niveau mithalten kann.
Uniteds Stürmerproblem
Manchester United kämpft seit Jahren mit der Suche nach einem verlässlichen Torjäger. Weder Anthony Martial noch die Leihspieler vergangener Jahre konnten nachhaltig überzeugen. Zwar hat man mit Rasmus Højlund ebenfalls ein junges Talent im Sturmzentrum, doch Trainer Erik ten Hag soll auf eine breitere Offensivoption drängen. Sesko wird intern als der Spieler gesehen, der langfristig neben Højlund ein schlagkräftiges Duo bilden könnte – jung, entwicklungsfähig und doch bereits abgezockt genug für die Premier League.
Leipzigs Zwickmühle
RB Leipzig wiederum steht vor einem Dilemma: Der Klub möchte sein aufstrebendes Talent ungern ziehen lassen, zumal Sesko in das langfristige Konzept passt. Doch 70 Millionen Pfund sind eine Summe, die schwer abzulehnen wäre – vor allem, wenn man bedenkt, wie geschickt Leipzig in der Vergangenheit Transfererlöse reinvestiert hat. Gerüchten zufolge könnte ein Ausstiegsklausel-Szenario greifen, das die Verhandlungsposition der Sachsen schwächt.
Ein Transfer mit Signalwirkung
Sollte United tatsächlich zuschlagen, wäre Sesko einer der teuersten Spieler in der Vereinsgeschichte. Für die Fans wäre es ein Signal, dass man wieder bereit ist, in die Zukunft zu investieren und verlorenen Glanz zurückzuholen. Für Leipzig könnte ein Abgang zwar sportlich schmerzen, finanziell jedoch eine Chance bieten, das Team erneut kreativ umzubauen.
Eines ist klar: Die Sesko-Saga steht erst am Anfang. Zwischen Wunschdenken in Manchester, Kalkül in Leipzig und dem ehrgeizigen Plan eines jungen Stürmers, ganz oben mitzuspielen, liegt noch ein heißer Transfer-Sommer.