– An der Säbener Straße brodelt es erneut. Während Dayot Upamecano überzeugt ist, dass er eine Gehaltserhöhung auf Topniveau verdient, sendet die sportliche Führung des FC Bayern ein deutliches Gegensignal – eines, das mit einem bekannten Bundesliga-Gesicht verbunden ist. Nach internen Informationen ist Nico Schlotterbeck das Herzstück von Bayerns Plan B – nicht als Notlösung, sondern als klare Ansage an Upamecano: Entweder du spielst nach unseren Regeln – oder wir machen ohne dich weiter.
Upamecano, der 2021 von RB Leipzig nach München wechselte, hat sich als physisch starker und taktisch kluger Abwehrspieler etabliert. Doch jüngste Leistungsschwankungen und einige folgenschwere Fehler in entscheidenden Spielen haben offenbar für Skepsis bei den Klubverantwortlichen gesorgt. Da die Vertragsgespräche ins Stocken geraten sind und Upamecanos Gehaltsforderungen angeblich bei über 12 Millionen Euro jährlich liegen, prüfen Sportvorstand Max Eberl und Christoph Freund bereits Alternativen.
Hier kommt Schlotterbeck ins Spiel. Der 25-jährige Innenverteidiger von Borussia Dortmund, der sich in den letzten Jahren zu einem der komplettesten Abwehrspieler der Bundesliga entwickelt hat, genießt in München große Anerkennung – nicht nur wegen seiner Zweikampfstärke, sondern auch wegen seiner Führungsqualitäten und seines Aufbauspiels. „Schlotterbeck verkörpert genau den Typ Verteidiger, den Bayern für die Zukunft sucht – aggressiv, intelligent und furchtlos“, verriet ein Insider der Münchner Abendblatt.
Laut Berichten soll bereits ein erster Kontakt zwischen der Bayern-Führung und Schlotterbecks Umfeld hergestellt worden sein, wobei der Spieler einem Wechsel im kommenden Sommer offen gegenübersteht. Dortmund dürfte einen Abgang nur ungern akzeptieren, doch ein Transferangebot zwischen 50 und 60 Millionen Euro könnte den BVB zum Nachdenken bringen – insbesondere, wenn Schlotterbeck selbst Interesse zeigt.
Für Bayern ist diese Strategie ebenso psychologisch wie sportlich motiviert. Mit der öffentlichen Verbindung zu einem Dortmunder Schlüsselspieler übt der Klub subtil Druck auf Upamecano aus – ein Hinweis darauf, dass niemand über den Prinzipien des Vereins steht.
„Entweder du akzeptierst Bayerns Rahmenbedingungen“, formulierte es ein Insider deutlich, „oder wir finden jemanden, der es tut.“
Während die Gespräche hinter verschlossenen Türen weiterlaufen, ist eines klar: Der Konkurrenzkampf in Bayerns Innenverteidigung spielt sich längst nicht mehr nur auf dem Platz ab – sondern auch auf der Ebene von Ehrgeiz, Ego und Loyalität.
Ob Upamecano sich durchsetzt oder Schlotterbeck übernimmt – die Botschaft aus München ist eindeutig: Der FC Bayern spielt immer nach seinen eigenen Regeln.