München, Deutschland – Es ist offiziell: Harry Kane schreibt die Regeln des Toreschießens beim FC Bayern München neu. Mit einem Treffer alle 39 Minuten in dieser Saison ist der englische Kapitän zu einer unaufhaltsamen Naturgewalt geworden, die Bundesliga-Abwehrreihen zerstört und Europas Spitzenklubs in Staunen versetzt.
Seit seinem spektakulären Wechsel von Tottenham Hotspur hat sich Kane mit erschreckender Leichtigkeit an das Leben in Bayern gewöhnt. Seine Zusammenarbeit mit Jamal Musiala und Leroy Sané hat den Angriff der Münchner in eine Symphonie aus Präzision, Power und Eleganz verwandelt. Ob ein wuchtiger Fernschuss, ein gefühlvoller Lupfer über den Torwart oder ein präziser Kopfball nach einer Flanke – Kane lässt das Toreschießen spielend leicht aussehen.
Beim jüngsten 5:1-Triumph gegen Borussia Mönchengladbach sicherte Kane mit einem Doppelpack nicht nur den Sieg, sondern stellte auch einen weiteren Rekord auf – er übertraf den legendären Saisonstart von Gerd Müller nach der gleichen Anzahl von Spielen. In der Allianz Arena herrscht bei jeder Kane-Ballberührung Spannung; die Frage lautet nicht mehr ob er trifft, sondern wann.
Trainer Thomas Tuchel fand nach dem Spiel nur lobende Worte: „Harrys Einfluss geht über Statistiken hinaus“, sagte er. „Er hebt die gesamte Mannschaft – durch seine Arbeitsmoral, seine Führungsstärke, seine Ruhe unter Druck. Er ist der komplette Fußballer.“
Auch abseits des Platzes hat Kane mit seiner Bodenständigkeit und Professionalität die Herzen der Fans und Mitspieler im Sturm erobert. Sein schneller kultureller Anschluss – Berichten zufolge nimmt er Deutschunterricht und interessiert sich für bayerische Traditionen – macht ihn noch sympathischer.
In ganz Europa suchen Experten nach Superlativen. Bayern-Legende Philipp Lahm nannte ihn „einen Stürmer in absoluter Hochform“, während englische Medien ihn scherzhaft Der Kane Krieg tauften – eine Anspielung auf seine gnadenlose Zerstörung gegnerischer Abwehrreihen.
Mit dem bevorstehenden Start der Champions-League-K.o.-Phase sind die Ziele der Bayern klar: Sie wollen Europas Krone zurückerobern. Und mit Kane an der Spitze würde kaum jemand dagegen wetten.
Wie ein Banner in der Allianz Arena gestern verkündete:
„Der Kane-Zug hält nicht – er trifft.“
In diesem Tempo könnte er sich direkt in die Fußball-Unsterblichkeit schießen.