Fans vor dem kommenden Bundesligaduell gegen den VfL Wolfsburg: Stürmer Deniz Undav und das junge Defensivtalent Finn Jeltsch sind beide ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Nach einer Phase mit Verletzungssorgen und eingeschränkter Kaderbreite können die Schwaben aufatmen – zwei wichtige Spieler stehen wieder auf dem Platz.
Undav, der wegen einer leichten Muskelverletzung fast zwei Wochen pausieren musste, zeigte am Donnerstag keinerlei Beschwerden. Der 28-Jährige, der in dieser Saison bereits sieben Tore und drei Vorlagen in neun Einsätzen erzielt hat, könnte schon am Wochenende wieder eine entscheidende Rolle im Angriff der Stuttgarter spielen. Seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und das Zusammenspiel mit Serhou Guirassy und Chris Führich waren bislang ein Schlüssel zum Erfolg unter Trainer Sebastian Hoeneß.
Ebenso erfreulich ist die Rückkehr von Finn Jeltsch, dem 18-jährigen Innenverteidiger, der in der Vorbereitung überzeugte, ehe ihn eine leichte Sprunggelenksverletzung ausbremste. Jeltsch nahm wieder voll am Mannschaftstraining teil und war aktiv in die taktischen Übungen eingebunden – ein deutliches Zeichen dafür, dass er kurz vor seiner vollständigen Rückkehr in den Spielbetrieb steht. Hoeneß lobte den Youngster ausdrücklich: „Finn zeigt eine bemerkenswerte Reife für sein Alter. Seine Disziplin, sein Defensivverhalten und seine Ruhe am Ball machen ihn zu einer spannenden Option für die kommenden Wochen.“
Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein. Der VfB Stuttgart, aktuell Tabellendritter der Bundesliga, steht vor einer anspruchsvollen Serie von Spielen – beginnend mit dem Auswärtsspiel am Samstag beim VfL Wolfsburg, gefolgt von Duellen gegen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen. Da Abwehrchef Waldemar Anton noch leicht angeschlagen ist, kommt Jeltschs Rückkehr zur rechten Zeit, um die Defensive zu entlasten.
Trainer Hoeneß zeigte sich auf der Pressekonferenz nach dem Training optimistisch: „Es ist großartig, Deniz und Finn wieder dabei zu haben. Sie bringen Energie, Qualität und Stabilität ins Team. Wir haben ihre Ausfälle gut kompensiert, aber ihre Rückkehr gibt uns deutlich mehr Flexibilität.“
Am Freitag trainierte die Mannschaft hinter verschlossenen Türen – mit Schwerpunkt auf Defensivorganisation und schnellen Umschaltmomenten, zwei Schlüsselfaktoren für das Spiel gegen Wolfsburgs variable Offensive. Sollten beide die abschließenden Fitnesschecks bestehen, könnten sie entweder in der Startelf stehen oder als Joker wertvolle Impulse von der Bank bringen.
Für den VfB Stuttgart stehen die Zeichen auf Verstärkung, neues Selbstvertrauen – und die Hoffnung, die beeindruckende Serie in der Bundesliga fortzusetzen.
