– Der FC Bayern München steht offenbar vor einer möglichen Neuausrichtung in der Innenverteidigung. Laut mehreren übereinstimmenden Medienberichten soll Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund ins Visier der Münchner geraten sein – ein Transfer, der im Sommer 2026 Realität werden könnte. Hintergrund sind die laufenden Vertragsgespräche mit Dayot Upamecano, dessen Zukunft an der Isar derzeit noch offen scheint.
Während sich die Bayern-Verantwortlichen offiziell bedeckt halten, verdichten sich die Hinweise, dass Sportdirektor Max Eberl und Trainer Vincent Kompany an einem langfristigen Konzept für die Defensive arbeiten. Schlotterbeck, der bei Borussia Dortmund zu einem der konstantesten Abwehrspieler der Bundesliga gereift ist, soll dabei ganz oben auf der Wunschliste stehen. Der 25-jährige Nationalspieler überzeugt mit seiner Spielintelligenz, seiner Physis und seiner Fähigkeit, das Spiel von hinten aufzubauen – Qualitäten, die perfekt in Kompanys System passen würden.
„Nico ist ein herausragender Spieler, keine Frage“, kommentierte Eberl auf Nachfrage am Rande des Bundesligaspiels gegen Freiburg. „Aber wir respektieren, dass er bei Dortmund unter Vertrag steht. Unser Fokus liegt aktuell auf unseren eigenen Spielern.“ Eine klassische Nicht-Aussage, die die Gerüchte nur weiter befeuert.
Insider aus dem Bayern-Umfeld berichten, dass die Münchner ihre Defensive für die kommenden Jahre breiter aufstellen wollen. Neben Upamecano laufen auch die Verträge von Matthijs de Ligt und Eric Dier in den nächsten zwei Jahren aus. Sollte Upamecano seine Verlängerung hinauszögern, könnten die Bayern gezwungen sein, sich nach Alternativen umzusehen.
Schlotterbeck selbst äußerte sich zuletzt diplomatisch zu den Spekulationen: „Ich konzentriere mich voll auf Dortmund. Was in einem Jahr passiert, weiß im Fußball keiner.“ Dennoch soll sein Umfeld einem möglichen Wechsel nach München nicht abgeneigt sein – vor allem, wenn dort eine zentrale Rolle in der Defensive winkt.
Bei Borussia Dortmund reagiert man gelassen. Sportdirektor Sebastian Kehl betonte, dass man mit Schlotterbeck langfristig plane: „Nico ist ein wichtiger Bestandteil unseres Teams. Wir haben keine Absicht, ihn abzugeben.“
Ob die Bayern tatsächlich einen Vorstoß wagen, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Mit der anhaltenden Ungewissheit um Upamecano und dem strategischen Blick auf die Zukunft bleibt die Personalie Schlotterbeck ein heißes Thema – sowohl in München als auch in Dortmund.