Der VfB Stuttgart hat am Montag offiziell den Beginn eines historischen Investitionsprojekts verkündet, das als Meilenstein in der Geschichte des Vereins gilt. Mit einem internationalen Großinvestor im Rücken will der schwäbische Traditionsklub seine sportliche, infrastrukturelle und wirtschaftliche Basis neu aufstellen – und damit den Grundstein für eine dauerhafte Etablierung in der europäischen Fußballspitze legen.
Nach Angaben des Vereins umfasst das Gesamtvolumen der Investition rund 1,2 Milliarden Euro und soll sich über die kommenden zehn Jahre erstrecken. Der nicht namentlich genannte Investor – ein global agierender Technologiekonzern mit Sitz in Asien – erhält im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung an der neu gegründeten „VfB Future AG“, in der die wirtschaftlichen Geschäftsfelder des Vereins gebündelt werden. Der e.V. bleibt Mehrheitsgesellschafter und behält laut Präsident Claus Vogt „die sportliche und kulturelle Identität des Vereins vollständig in eigener Hand“.
Kernpunkte des Projekts sind der Ausbau des Nachwuchsleistungszentrums, die Modernisierung der Mercedes-Benz Arena zu einem der modernsten Fußballstadien Europas sowie der Aufbau eines digitalen Leistungszentrums, das Datenanalyse, Sporttechnologie und Medizin vereinen soll. Zudem soll der VfB Stuttgart eine führende Rolle im Bereich nachhaltiger Stadion- und Energieprojekte übernehmen – inklusive einer eigenen Solarfarm und der Nutzung von Wasserstofftechnologien.
Sportdirektor Fabian Wohlgemuth sprach von einem „Quantensprung für die Zukunft des Vereins“. Ziel sei es, junge Talente noch gezielter zu fördern, den Kader breiter aufzustellen und langfristig regelmäßig international zu spielen. „Wir wollen kein Strohfeuer, sondern eine nachhaltige Erfolgsstory“, so Wohlgemuth.
Auch auf wirtschaftlicher Ebene will der VfB neue Wege gehen. Neben der sportlichen Entwicklung steht der Aufbau einer globalen Marke im Vordergrund. Geplant sind Partnerschaften mit internationalen Akademien, E-Sport-Engagements und neue Erlebnisformate für Fans weltweit.
Die Reaktionen aus der Fanszene sind gemischt. Während viele Anhänger die Vision und den Mut des Vereins loben, äußern einige Sorgen über eine mögliche Entfremdung von den traditionellen Werten. Präsident Vogt versicherte jedoch, dass der „VfB immer ein Verein von Fans für Fans bleiben wird“.
Mit dieser Investition beginnt für den VfB Stuttgart zweifellos eine neue Ära – eine, die den Verein aus dem Herzen Baden-Württembergs hinaus auf die europäische Bühne führen soll.