Es war ein Spiel, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ein Abend, an dem Harry Kane nicht nur als Torjäger, sondern als kompletter Fußballer glänzte. Beim 2:1-Sieg des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund zeigte der englische Superstar eine Leistung, die selbst erfahrene Beobachter staunen ließ – und die Kane selbst als „eines der besten Spiele meiner Karriere“ bezeichnete.
Was der 32-Jährige an diesem Samstagabend in der Allianz Arena ablieferte, war nichts weniger als ein Fußballkunstwerk. Er traf nicht nur zum 1:0, sondern war auch maßgeblich am spielentscheidenden 2:1 beteiligt – nicht als klassischer Vollstrecker, sondern als Taktgeber, Antreiber und Vorbereiter in einer Person. „Ich wollte einfach das Spiel an mich reißen“, erklärte Kane später. „Es ging nicht nur um Tore, sondern darum, meiner Mannschaft Energie zu geben.“
Schon in den ersten Minuten wurde klar: Kane hatte etwas Besonderes vor. Immer wieder ließ er sich tief ins Mittelfeld fallen, um Bälle zu holen und die Offensive anzukurbeln. Mit präzisen Pässen öffnete er Räume, die selbst die robuste Dortmunder Defensive nicht schließen konnte. Besonders auffällig: seine Zusammenarbeit mit Jamal Musiala, die an diesem Abend nahezu telepathisch wirkte.
In der 27. Minute setzte Kane mit einem perfekt getimten Pass Musiala in Szene, der nur noch querlegen musste – Kane vollendete selbst und brachte die Bayern in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Adeyemi war es erneut Kane, der mit einem cleveren Lauf und einem feinen Steckpass auf Sané das 2:1 einleitete.
Nach Abpfiff standen nicht nur die Fans, sondern auch die Mitspieler Kopf. „Er ist nicht nur unser Torjäger, er ist unser kompletter Anführer“, sagte Kapitän Joshua Kimmich. Trainer Thomas Tuchel sprach gar von „einem neuen Kapitel in Kanes Karriere“.
Was sich in München gerade abzeichnet, könnte den europäischen Fußball verändern. Kane, lange Zeit als reiner Strafraumstürmer bekannt, erfindet sich neu – als Spielmacher, Stratege und Teamdirigent. „Ich fühle mich freier als je zuvor“, so Kane mit einem Lächeln.
Und während in England noch über seinen Abgang diskutiert wird, ist in München längst klar: Hier entsteht nicht nur ein Torjäger – hier formt sich eine Legende.