– Kaum zu glauben, aber wahr: Thomas Müller, der Inbegriff des „Mia san mia“, hat nach über zwei Jahrzehnten den FC Bayern München verlassen. Der Weltmeister von 2014, Publikumsliebling und Dauerbrenner im roten Trikot, hat gestern offiziell bekannt gegeben, dass er seine Karriere bei einem anderen Verein fortsetzt – und zwar auf überraschende Weise.
Nach monatelangen Spekulationen um seine Zukunft machte Müller nun selbst Schluss mit den Gerüchten. „Ich habe immer gesagt, dass ich irgendwann noch einmal etwas ganz anderes erleben möchte“, erklärte der 36-Jährige auf einer emotionalen Pressekonferenz an der Säbener Straße. „Bayern ist meine Heimat, aber manchmal muss man einen neuen Reiz setzen.“
Sein Ziel sorgt für Aufsehen: Müller wird ab Januar 2026 als Spielertrainer beim US-Club Inter Miami unter Vertrag stehen – und damit künftig an der Seite von Lionel Messi arbeiten. Der Transfer, von Insidern als „Crossover der Fußballwelten“ bezeichnet, gilt als einer der spektakulärsten Moves der letzten Jahre. Laut Berichten soll Müller nicht nur als Spieler agieren, sondern auch in die sportliche Leitung eingebunden werden, um junge Talente zu fördern und die Mentalität des europäischen Spitzenfußballs in die MLS zu bringen.
Beim FC Bayern reagierte man mit gemischten Gefühlen. Vereinspräsident Herbert Hainer sprach von einem „schmerzlichen, aber nachvollziehbaren Abschied“. Trainer Vincent Kompany lobte Müller als „Fußballer mit Herz, Witz und unbändigem Willen“. Die Fans verabschiedeten ihren „Raumdeuter“ mit stehenden Ovationen beim letzten Heimspiel der Hinrunde.
Müllers Abgang markiert das Ende einer Ära. Seit seinem Debüt 2008 hat er mehr als 700 Pflichtspiele für den FC Bayern absolviert, über 230 Tore erzielt und unzählige Titel gesammelt – darunter elf Deutsche Meisterschaften, zwei Champions-League-Trophäen und natürlich der WM-Titel mit Deutschland 2014.
Trotz der Tränen überwog beim Abschied die Dankbarkeit. „Ich werde nie vergessen, was dieser Verein mir gegeben hat“, sagte Müller. „Aber ich will den Fußball noch einmal anders erleben – mit Sonne, Strand und einer neuen Herausforderung.“
Eines ist sicher: Auch jenseits des Atlantiks wird der legendäre Thomas Müller dem Fußball noch lange seinen Stempel aufdrücken – mit einem Lächeln, einer Portion Humor und dem typischen Mia-san-mia-Geist, der ihn unsterblich gemacht hat.