An der Säbener Straße zieht ein Sturm auf. Bayern-Präsident Herbert Hainer soll dem Trainer Vincent Kompany ein „eiskaltes Ultimatum“ gestellt haben – nach mehreren umstrittenen Personalentscheidungen und enttäuschenden Ergebnissen.
Wie aus Vereinskreisen zu hören ist, eskalierte die Situation, nachdem Kompany am vergangenen Wochenende Jamal Musiala, einen der größten Stars des Teams, überraschend auf die Bank setzte. Das Bundesliga-Spiel gegen Stuttgart endete nur 1:1 – Bayerns drittes siegloses Pflichtspiel in Folge.
Nach dem Schlusspfiff soll Hainer den Coach direkt in der Kabinenzone konfrontiert haben. „Wenn ich ihn dieses Wochenende wieder auf der Bank sehe, muss Kompany selbst die Konsequenzen tragen!“, soll der Präsident in scharfem Tonfall gesagt haben. Zeugen berichten von einer „eisigen Atmosphäre“.
Im Verein selbst herrscht Uneinigkeit. Während einige Vorstandsmitglieder Kompanys langfristige Vision unterstützen und seinen Fokus auf ein dynamisches, aggressives Pressing loben, zweifeln andere zunehmend an seiner taktischen Flexibilität. Besonders die häufigen Rotationen sollen die Stimmung in der Mannschaft belasten.
Aus Spielerkreisen ist von wachsender Verunsicherung die Rede. „Keiner weiß mehr, wer gesetzt ist“, sagt ein Profi anonym. „Du kannst zwei Tore machen und sitzt nächste Woche trotzdem draußen.“
In der Öffentlichkeit gibt sich Kompany indes gelassen. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag wies er Krisengerüchte entschieden zurück. „Ich konzentriere mich auf das nächste Spiel und auf die Spieler, die bereit sind, alles zu geben. Alles andere ist Lärm“, erklärte der Belgier mit ruhiger Stimme.
Doch hinter den Kulissen bereitet sich die Vereinsführung offenbar auf alle Szenarien vor. Sportdirektor Christoph Freund soll bereits mögliche Übergangslösungen prüfen, falls sich die sportliche Lage weiter zuspitzt.
Das Heimspiel am Samstag gegen Borussia Dortmund könnte daher zu einem Endspiel für Kompany werden. Bleibt der erhoffte Befreiungsschlag aus, könnte die Geduld der Bayern-Bosse endgültig reißen.
Der Münchner Herbst zeigt sich kühl – doch rund um die Allianz Arena ist die Stimmung mittlerweile frostig