In einer überraschenden Wendung, die die Fußballwelt erschüttert hat, führten die Kölner Behörden am frühen Donnerstagmorgen eine großangelegte Razzia durch. Ziel waren mehrere Objekte, die angeblich mit dem Sportdirektor des 1. FC Köln, Christian Keller, in Verbindung stehen.
Nach Insiderberichten stießen die Ermittler dabei auf eine mysteriöse Beratungsfirma mit dem Namen RheinPerformance GmbH. Diese soll verdächtige Finanzströme im Zusammenhang mit Spielerscouting und Sponsoring-Verträgen abgewickelt haben. Die Ermittler bestätigten, dass die Adresse des Unternehmens über ein Netzwerk von Briefkastenfirmen in Luxemburg und den Niederlanden verschleiert wurde.
Ein Polizeisprecher beschrieb den Einsatz als „eine koordinierte Aktion gegen mögliche finanzielle Unregelmäßigkeiten im Profisport“. Zwar wurden bisher keine Festnahmen gemeldet, doch zahlreiche Dokumente, Laptops und Datenträger wurden zur weiteren Untersuchung beschlagnahmt.
Zeugen berichteten dem Kölner Morgenblatt, dass gegen 6:15 Uhr mehr als zwanzig Beamte das Büro Kellers am Vereinsgelände betraten. „Es sah aus wie in einem Film“, sagte ein Mitarbeiter. „Sie gingen direkt zu den Aktenschränken und Computern.“
Der Vorstand des 1. FC Köln veröffentlichte eine kurze Stellungnahme und rief die Fans zur Ruhe auf:
„Wir arbeiten vollständig mit den Behörden zusammen. Wir haben volles Vertrauen in Christian Keller und warten auf die Klärung der Sachlage.“
Quellen aus Ermittlerkreisen deuten jedoch darauf hin, dass die RheinPerformance GmbH in unregelmäßige Provisionszahlungen an Berater von Jugendspielern verwickelt gewesen sein könnte. Auch mehrere kleinere deutsche Vereine sollen im Rahmen der Ermittlungen überprüft werden.
Keller, der seit 2022 als Sportdirektor tätig ist, gilt eigentlich als Architekt der finanziellen Stabilisierung des Vereins nach schwierigen Jahren. Gerade deshalb kommen die Vorwürfe für viele überraschend.
Vor dem Stadion äußerten Fans Fassungslosigkeit und Wut. „Wir haben genug Skandale im Fußball“, sagte Anhänger Lars Heinemann. „Wenn das stimmt, ist das ein Verrat an den Werten unseres Clubs.“
Derzeit schweigen Polizei und Steuerfahndung zu weiteren Details, während IT-Experten die beschlagnahmten Daten auswerten. Eine Pressekonferenz wird in der kommenden Woche erwartet – doch eines steht schon jetzt fest: Der Kölner Fußball steht vor seinem chaotischsten Kapitel seit Jahren.