Titel: Zwischen Talent und Realität – Warum Fukuda und Pesch Geduld brauchen
In der Jugend und zuletzt in der Regionalliga West galten Shio Fukuda und Noah Pesch als echte Torjäger. Beide trafen fast nach Belieben und weckten damit große Hoffnungen bei Fans und Verantwortlichen. Fukuda überzeugte mit 11 Toren und 6 Vorlagen in 36 Spielen, Pesch sogar mit 20 Treffern und 9 Assists in nur 30 Partien – beeindruckende Zahlen, die nach mehr schmeckten. Doch der ersehnte Durchbruch bei den Profis blieb bislang aus.
Statt einer festen Rolle in der Bundesliga folgte für beide in diesem Sommer der logische Zwischenschritt: eine Leihe in die 2. Bundesliga. Fukuda schloss sich dem Karlsruher SC an, Pesch dem 1. FC Magdeburg. Dort zeigt sich nun deutlich, dass der Weg nach oben kein Selbstläufer ist. Der 21-jährige Fukuda kommt bislang nur auf vier Kurzeinsätze mit insgesamt 67 Minuten Spielzeit, stand zuletzt sogar zweimal ohne Einsatz im Kader – und musste sich im letzten Spiel hinter einem 17-Jährigen einreihen.
Auch beim 20-jährigen Pesch läuft es noch nicht rund. Er stand in sieben von neun Spielen ungenutzt im Aufgebot, durfte nur zwei Mal kurz ran und sammelte insgesamt neun Minuten Einsatzzeit. Immerhin: Bei seinem Debüt traf er direkt, fiel danach jedoch wieder aus der Rotation. Erst unter dem neuen Trainer erhielt er zuletzt wieder eine Minute Einsatzzeit.
Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, wie groß der Schritt von der Regionalliga in die Profiligen wirklich ist. Es braucht Geduld, Vertrauen und einen klaren Entwicklungsplan. Talente wie Fukuda, Pesch, Charles Herrmann, Jan Urbich, Wael Mohya oder Fritz Fleck müssen behutsam aufgebaut werden – damit sie eines Tages wirklich das Niveau erreichen, das ihnen viele schon heute zutrauen.