München – Auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße herrscht sonst Gelassenheit, selbst nach Niederlagen. Doch seit dieser Woche liegt Nervosität in der Luft. Grund ist eine brisante Vertragsklausel, die laut Insiderinformationen Ende Januar aktiviert werden könnte: Harry Kane, Starstürmer und Torgarant des FC Bayern München, soll eine Ausstiegsklausel besitzen – und die könnte ihn für vergleichsweise schmale 65 Millionen Euro zurück nach England führen.
Dabei galt Kane als Königstransfer des Sommers 2023, als Bayern rund 100 Millionen Euro an Tottenham Hotspur überwies, um endlich den lang gesuchten „Neuner“ zu bekommen. Der Engländer erfüllte die Erwartungen voll und ganz: Tore am Fließband, Führungsqualitäten auf und neben dem Platz, ein Publikumsliebling schon nach wenigen Wochen. Doch nun droht ein jäher Bruch in der Erfolgsgeschichte.
Laut mehreren englischen Medien sollen Manchester United, Chelsea und Arsenal großes Interesse an einer Rückkehr des englischen Nationalkapitäns zeigen. Besonders Kane selbst soll mit dem Gedanken spielen, seine Karriere in der Premier League zu beenden – und sich gleichzeitig den lange verpassten Torrekord von Alan Shearer zu sichern. Dafür fehlen ihm derzeit noch knapp 50 Treffer.
In München will man von Panik nichts wissen. Sportvorstand Christoph Freund reagierte auf die Gerüchte betont ruhig: „Harry fühlt sich wohl, er ist ein absoluter Teamplayer und hat große Ziele mit Bayern.“ Doch intern, so hört man, herrscht Unruhe. Denn die angebliche Klausel läuft nur bis 31. Januar 2026, und sollte Kane tatsächlich den Wechsel wollen, wäre Bayern machtlos.
Ein weiterer Faktor: Die aktuelle sportliche Situation. Nach einem durchwachsenen Herbst mit ungewohnt vielen Punktverlusten scheint die Euphorie der vergangenen Saison verflogen. Kane, so berichten Insider, sei zunehmend frustriert über die fehlende Stabilität im Team und den Druck, jedes Spiel im Alleingang entscheiden zu müssen.
Sollte der Albtraum tatsächlich wahr werden und Kane den Verein verlassen, müsste Bayern im Winter-Transferfenster erneut tief in die Tasche greifen – und das mitten in der entscheidenden Phase der Saison.
Noch sind es nur Gerüchte, doch die Angst an der Säbener Straße wächst. Eines ist sicher: Die kommenden Wochen könnten über die Zukunft eines der größten Transfers der Klubgeschichte entscheiden.