Die Fußballwelt hält den Atem an: Eine Nachricht erschütterte am frühen Samstagmorgen Fans, Spieler und Funktionäre gleichermaßen. Wolfgang Overath, der unvergessene Spielmacher und Vereinsheld des 1. FC Köln, wurde laut Vereinskreisen mit einer schweren Krankheit in ein Kölner Krankenhaus eingeliefert.
Overath, der 1974 Weltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft wurde und über Jahrzehnte als Sinnbild für Leidenschaft und Loyalität zu den „Geißböcken“ galt, soll sich derzeit unter ärztlicher Beobachtung befinden. Wie es dem 82-Jährigen genau geht, ist bislang unklar – doch die Sorge in der Domstadt wächst stündlich.
„Wolfgang war immer das Herz unseres Vereins. Er steht für alles, was den FC ausmacht – Stolz, Kampfgeist und Menschlichkeit“, sagte Vereinspräsident Werner Wolf sichtlich bewegt. Auch zahlreiche ehemalige Mitspieler meldeten sich in den sozialen Medien zu Wort. Bernd Cullmann schrieb auf X (vormals Twitter): „Mein Freund, du bist ein Kämpfer. Köln steht hinter dir.“
Rund um das RheinEnergieSTADION versammelten sich bereits am Mittag Dutzende Fans mit Schals, Kerzen und Transparenten. Auf einem Plakat stand in großen roten Lettern: „Gute Besserung, Wolfgang – unsere Nummer 10 für immer!“
Overath war zwischen 1962 und 1977 das spielerische Herzstück des FC, führte den Klub 1964 zur ersten Deutschen Meisterschaft und prägte das Bild des eleganten Regisseurs auf dem Rasen. Nach seiner aktiven Karriere blieb er dem Verein eng verbunden – zunächst als Berater, später als Präsident. Selbst nach seinem Rückzug aus dem Amt blieb er ein regelmäßiger Besucher im Stadion, wo er stets freundlich Autogramme gab und sich Zeit für Gespräche mit Fans nahm.
Im Krankenhaus herrscht derzeit Stillschweigen. Ein Sprecher der Familie bat um Respekt und Verständnis: „Wolfgang ist in den besten Händen. Wir bitten alle, seine Privatsphäre zu wahren.“
Doch eines ist sicher: Köln hält zusammen. Ob jung oder alt, ob Nord- oder Südkurve – die ganze Stadt drückt ihrem Idol die Daumen. Ein Transparent am Roncalliplatz bringt es auf den Punkt:
„Einmal FC – immer FC. Gute Besserung, Wolfgang Overath.“
