Bayern Mรผnchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat mit seinen jรผngsten Aussagen erneut deutlich gemacht, wofรผr der Verein seit Jahrzehnten steht: wirtschaftliche Vernunft, nachhaltige Planung und eine klare Haltung gegenรผber dem Transfermarkt. Wรคhrend andere Spitzenklubs weltweit mit enormen Finanzspritzen von Investoren, Staatsfonds oder privaten Milliardรคren operieren, bleibt der FC Bayern seinem Prinzip treu, nur das auszugeben, was er auch erwirtschaftet.
Dreesen betont, dass Bayern jeden Transfer finanzieren kรถnnte โ zumindest rein finanziell. Der entscheidende Unterschied ist jedoch: Der Verein will nicht alles machen, was mรถglich wรคre. Transfers sollen nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich Sinn ergeben. Ein Spieler wird nicht geholt, nur weil er verfรผgbar ist oder einen groรen Namen trรคgt, sondern weil er ins sportliche Konzept, die Gehaltsstruktur und die langfristige Planung passt. Dieses Selbstverstรคndnis gehรถrt zur DNA des Rekordmeisters.
Zwischen den Zeilen klingt aber auch Kritik an der aktuellen Entwicklung im europรคischen Fuรball mit: Vereine wie Manchester City, PSG, Newcastle oder Klubs aus Saudi-Arabien operieren mit finanziellen Mitteln, die kaum an klassische wirtschaftliche Regeln gebunden sind. Bayern dagegen ist ein mitgliedergefรผhrter Verein mit starken, aber klar begrenzten Sponsoren- und TV-Einnahmen. โWir haben niemanden, der uns einfach ein paar Millionen zustecktโ, sagt Dreesen โ und meint damit: Bayern muss sein Geld verdienen, nicht geschenkt bekommen.
Dass er diese Tatsache jedoch als Vorteil sieht, zeigt, wie selbstbewusst Bayern trotz finanzieller Unterschiede bleibt. Der Verein setzt auf Stabilitรคt statt Risiko, auf Struktur statt Spekulation. Und historisch gesehen hat diese Philosophie den Klub nicht geschwรคcht, sondern zu einem der erfolgreichsten und gesรผndesten Vereine der Welt gemacht.
Dreesens Botschaft ist klar: Bayern Mรผnchen wird auch in Zukunft groร denken โ aber niemals um jeden Preis.
