In der Nacht zum Donnerstag bot sich den Bewohnerinnen und Bewohnern Dortmunds ein atemberaubendes Naturschauspiel. Gegen 22:47 Uhr verwandelte sich der Himmel über der Ruhrmetropole in ein Meer aus schimmernden Lichtern. Grünliche, violette und goldene Ströme zogen sich über den Nachthimmel und ließen die Stadt in einem fast magischen Glanz erstrahlen.
Zunächst glaubten viele Dortmunderinnen und Dortmunder an ein Feuerwerk oder ein technisches Phänomen. Zahlreiche Anrufe gingen bei der Feuerwehr ein – aus Neugier, nicht aus Sorge. Doch schnell stellte sich heraus: Es handelte sich um ein seltenes Naturphänomen, das Wissenschaftler nun „Aurora Borussica“ nennen – eine ungewöhnliche Form von Polarlicht, das weit südlich seiner üblichen Erscheinungsgebiete auftrat.
Laut Dr. Felix Brandt vom Institut für Atmosphärenforschung der TU Dortmund war eine besonders starke Sonneneruption die Ursache. „Ein starker geomagnetischer Sturm traf die Erde mit solcher Intensität, dass die Polarlichter diesmal bis ins Ruhrgebiet sichtbar waren. Das ist ein Ereignis, das man höchstens einmal in hundert Jahren erlebt“, erklärte Brandt begeistert.
In den sozialen Medien verbreiteten sich Fotos und Videos rasend schnell. Unter dem Hashtag #HimmelÜberDortmund teilten Tausende Nutzer ihre Eindrücke – vom Phoenix-See bis zur Westfalenhalle. Besonders eindrucksvoll: das leuchtende Panorama über dem Signal Iduna Park, dessen gelbe Beleuchtung mit den grünen Himmelsbändern verschmolz.
Auch die Stadtverwaltung zeigte sich erfreut: „Nach all den schwierigen Zeiten ist dieses Himmelsereignis ein Symbol der Hoffnung und Verbundenheit“, sagte Oberbürgermeisterin Katrin Feller. Zahlreiche Menschen nutzten die Gelegenheit, um spontan auf den Borsigplatz oder den Dortmunder U-Platz zu kommen – nicht zum Protest, sondern zum Staunen.
Meteorologen erwarten, dass das Schauspiel in den kommenden Nächten nicht erneut auftreten wird. Dennoch wird es in Erinnerung bleiben – als Nacht, in der Dortmund für wenige Stunden im kosmischen Glanz erstrahlte.
„Man hatte das Gefühl, dass der Himmel selbst für Borussia leuchtete“, schrieb ein Nutzer poetisch unter ein Foto der Lichtbögen. Und so wird diese magische Novembernacht wohl noch lange Teil der Dortmunder Stadtgeschichten bleiben – irgendwo zwischen Wissenschaft, Wunder und einer Prise Fußballromantik.
