– Was gestern Nachmittag in einer unscheinbaren Lagerhalle am Rand von Freiburg vorgestellt wurde, könnte die weltweite Energiebranche auf den Kopf stellen. Das junge Start-up HelioCore Technologies behauptet, die erste nahezu „unendliche Batterie“ entwickelt zu haben – ein Energiespeicher, der angeblich über Jahrzehnte ohne nennenswerten Leistungsverlust funktionieren soll.
Die Präsentation begann unspektakulär: ein schwarzer, schuhkartongroßer Block, zwei Anschlüsse, eine einfache LED-Leiste. Doch die Demonstration sorgte für Aufsehen. „Diese Batterie wurde vor exakt zehn Jahren aktiviert und hat seitdem durchgehend Energie abgegeben“, erklärte Gründerin und Physikerin Dr. Miriam Lenz vor rund 200 geladenen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Industrie. „Und heute hat sie noch immer 99,2 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität.“
HelioCore setzt nach eigenen Angaben auf eine völlig neuartige Kombination aus Quantenakkumulation und thermoelektrischer Selbstladung – ein Verfahren, das bisher nur in theoretischen Modellen existierte. „Wir nutzen Temperaturunterschiede innerhalb des Materials, um einen kontinuierlichen Energiefluss zu erzeugen“, so Lenz. „Je stärker die Umgebungstemperatur schwankt, desto effizienter arbeitet die Batterie.“
Während unabhängige Experten noch skeptisch sind, zeigt sich die Industrie bereits begeistert. Vertreter eines großen europäischen Automobilkonzerns sollen unmittelbar nach der Präsentation Interesse an einer möglichen Partnerschaft signalisiert haben. „Wenn das stimmt, was HelioCore behauptet, wäre das eine Revolution für die Elektromobilität“, sagte ein Manager, der anonym bleiben wollte. „Eine Batterie, die ein Auto ein ganzes Leben lang antreibt, ohne nachgeladen zu werden – das wäre ein Paradigmenwechsel.“
Auch die Politik reagierte schnell. Bundeswirtschaftsministerin Sabine Krämer kündigte noch am Abend an, ein Prüfteam des Ministeriums nach Freiburg zu schicken. „Sollten sich die technologischen Angaben bestätigen, werden wir HelioCore umfassend unterstützen. Deutschland könnte damit eine Führungsrolle in der globalen Energiespeichertechnologie übernehmen.“
HelioCore plant, die ersten Prototypen bereits Anfang kommenden Jahres an Forschungseinrichtungen und ausgewählte Industriepartner zu liefern. Gleichzeitig machte Dr. Lenz klar, dass die Technologie noch nicht vollständig marktreif sei. „Wir stehen am Anfang. Unsere größte Herausforderung besteht darin, die Produktion zu skalieren und die Kosten zu senken.“
Ob die „unendliche Batterie“ tatsächlich hält, was sie verspricht, muss sich erst zeigen. Doch eines ist sicher: Die Energiebranche blickt gespannt nach Freiburg.
