Beim FC Bayern München ist in den vergangenen Tagen spürbar Bewegung in die sportliche Planung gekommen. Nach einer Reihe beeindruckender Auftritte von Stürmerstar Harry Kane soll der Verein nun an einer umfassenden Offensivstrategie arbeiten, intern bereits scherzhaft „Projekt Rekordjäger“ genannt. Trainer Thomas Tuchel zeigte sich am Montag in einer Presserunde ungewöhnlich offen und voller Anerkennung für seinen Torjäger, der jüngst — zumindest in der Fußballwelt der Fantasie — mit 78 Länderspieltreffern eine historische Bestmarke übertroffen hatte.
„Harry ist gerade in einer Form, die man selten sieht“, sagte Tuchel. „Sein Einsatz, seine Präsenz, seine Bereitschaft, für das Team zu arbeiten – das ist außergewöhnlich. Wir merken in jedem Training, dass er mental wie körperlich auf dem höchsten Level ist.“ Der Coach sprach davon, dass Kane nicht nur Tore liefere, sondern „das gesamte Spielgefüge wie ein Taktgeber ordne“.
Laut vereinsnahen Kreisen soll der FC Bayern planen, die Mannschaft künftig noch stärker um Kane herum zu strukturieren. Ein neues System mit flexiblen Rollentauschen in der Offensive sei bereits in Testphase. Tuchel nannte das Modell „variabel, mutig und brutal effektiv“. Die taktische Neuausrichtung solle es dem Team ermöglichen, aus verschiedenen Positionen heraus Überzahlsituationen zu erzwingen – ein Ansatz, der vor allem Kanes Kombinationsstärke zugutekomme.
Im Klub wird darüber hinaus diskutiert, im Winter gezielt Spieler zu verpflichten, die Kane bei seiner Rolle unterstützen können. Genannt werden vor allem ein dynamischer Achter sowie ein schneller Außenstürmer, der die Tiefe attackiert. Sportdirektor Max Eberl soll bereits erste Gespräche führen, wollte sich aber gegenüber der Presse nicht äußern.
Die Mannschaft reagierte offenbar positiv auf die Pläne. Mehrere Spieler lobten in internen Runden Kanes Führungsstil. Ein Teammitglied, das anonym bleiben wollte, sagte: „Er gibt uns Sicherheit. Wenn Harry vorne steht, glaubt man automatisch, dass da jederzeit ein Tor fallen kann.“
Tuchel jedenfalls ließ keinen Zweifel daran, wie wichtig sein Stürmer für die kommenden Monate wird: „Er ist unser Fixpunkt – und gleichzeitig unser Motor. Wenn wir ihn weiter so in Szene setzen, kann diese Saison außergewöhnlich werden.“
