Vereint jenseits aller Rivalitäten: Über 50 Fanszenen ziehen gemeinsam durch Leipzig, während Ultras verschiedenster Vereine an der Spitze ein Banner mit der Aufschrift ‚Football is safe‘ tragen – ein machtvolles Zeichen für Zusammenhalt, Widerstand und Fanrechte, bei dem Anhänger aus
Dortmund, Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Dresden, Magdeburg, Karlsruhe, Bremen, Nürnberg und zahlreichen weiteren Städten Schulter an Schulter marschieren. Trotz aller Vereinsfarben, trotz aller Derbyfeindschaften, trotz jahrzehntelanger Rivalitäten eint sie an diesem Tag ein gemeinsamer Gedanke: Der Fußball gehört den Fans – und seine Kultur darf weder kriminalisiert noch kommerziell ausgehöhlt werden.
Gemeinsam skandieren sie Gesänge, die sonst nur in den Kurven der jeweiligen Stadien erklingen, und verwandeln Leipzig in ein buntes, lautstarkes Mosaik aus Fanutensilien, Choreografie-Elementen und Solidaritätsbotschaften. Die Botschaft ist klar: Wenn Politik und Verbände Maßnahmen planen, die Fanrechte einschränken, pyrotechnische Debatten instrumentalisieren oder die aktive Fankultur an den Rand drängen, wird die Szene geschlossen auftreten.
Der Marsch zeigt eindrucksvoll, dass Fußball mehr ist als sportliche Rivalität – er ist ein sozialer Raum, ein kulturelles Erbe, ein Teil gelebter Identität. Und wenn dieser Raum bedroht wird, können Gegner zu Verbündeten werden.
