Beim FC Bayern München hängt der Haussegen schief – zumindest in der Abwehr. Die Münchner taumeln von Gegentor zu Gegentor, und selbst die treuesten Fans fragen sich inzwischen, wie lange die wacklige Verteidigung noch gutgeht. Dayot Upamecano zeigt sich formschwach wie selten, Min-jae Kim sucht vergeblich nach seiner Stabilität aus der Vorsaison, und nur Neuzugang Eric Dier bleibt als verlässlicher Fels übrig. Kein Wunder also, dass der Name Nico Schlotterbeck plötzlich durch die Säbener Straße hallt wie ein Echo.
Der 25-jährige Dortmunder gilt seit Jahren als einer der spannendsten Innenverteidiger Deutschlands: linksfüßig, robust im Zweikampf, mutig im Aufbau – ein Spielertyp, der dem Rekordmeister seit David Alaba fehlt. Die Gerüchteküche brodelt, manche sprechen sogar von ersten geheimen Gesprächen zwischen Münchner Verantwortlichen und Schlotterbecks Umfeld.
Doch nun sorgt eine Stimme aus der Vergangenheit für Aufsehen: Thomas Helmer, langjähriger Abwehrchef des FCB, äußert sich überraschend kritisch. In einer fiktiven Talkshow-Diskussion, die bundesweit für hochgezogene Augenbrauen sorgte, sagte der 472-malige Ex-Bayer:
„Schlotterbeck ist ein großartiger Spieler – keine Frage. Aber Bayern muss sich gerade fragen, ob ein neuer Abwehrchef wirklich die Lösung ist oder nur ein Pflaster. Dieser Transfer würde alles verändern, aber vielleicht nicht so, wie Bayern es sich erhofft.“
Helmer erklärte, dass Schlotterbecks mutiger Spielstil zwar perfekt zu Bayerns dominanter Philosophie passe, gleichzeitig aber auch riskant sei. „Man darf nicht vergessen: Bayern steht seit Monaten defensiv instabil. Kommt jetzt ein Spieler, der extrem offensiv denkt und hohe Risiken eingeht, kann das noch mehr Chaos erzeugen.“
Darüber hinaus zweifelt der frühere Nationalspieler daran, ob Schlotterbeck bereit wäre, den Schritt zum größten Rivalen seines aktuellen Klubs zu gehen. „Wer aus Dortmund nach München wechselt, trägt immer ein besonders schweres Gepäck. Da muss man bereit sein, jeden Tag Feuer auszuhalten.“
Für die Bayern-Fans bleibt die Situation damit weiter ein emotionales Pingpong zwischen Hoffnung und Skepsis. Während einige den Deal als „Muss-Transfer“ sehen, glauben andere, der Rekordmeister müsse zuerst die vorhandene Achse stabilisieren, statt den nächsten großen Namen zu jagen.
Ob Helmers mahnende Worte Wirkung zeigen, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur eines: Die Abwehrkrise in München hat eine neue, dramatische Wendung bekommen – und das Transferkarussell dreht sich schneller denn je.
