Bayer Leverkusen hat am Samstag eine feierliche Zeremonie abgehalten, die in die Vereinsgeschichte eingehen dürfte: Auf dem Platz vor der BayArena wurde eine beeindruckende Bronzestatue zu Ehren von Trainer Xabi Alonso enthüllt. Die Skulptur, rund zweieinhalb Meter hoch und auf einem massiven Steinsockel ruhend, zeigt Alonso in seiner charakteristischen Coaching-Pose – konzentriert, leicht nach vorn geneigt, eine Hand gestikulierend, als würde er gerade die nächste taktische Feinheit erklären.
Rund 5.000 Fans waren zur Enthüllung erschienen, viele in rot-schwarzen Trikots, einige sogar mit Schals, auf denen „Maestro Alonso“ stand. Bereits lange vor Beginn der Veranstaltung herrschte auf dem Stadionvorplatz eine feierliche, fast schon euphorische Stimmung. „Er hat uns Träume geschenkt, die wir vorher nicht zu träumen wagten“, sagte ein Fan, der seit über 30 Jahren Dauerkarteninhaber ist. „Diese Statue ist nur ein kleiner Ausdruck unserer Dankbarkeit.“
Der Verein hatte die Enthüllung monatelang im Geheimen vorbereitet. Präsident Fernando Carro betonte in seiner Rede, dass die Statue „nicht nur ein Dankeschön für sportliche Erfolge“ sei, sondern auch ein Symbol für die kulturelle und sportliche Transformation, die Alonso angestoßen habe. „Er hat nicht nur Spiele gewonnen, sondern Mentalitäten verändert. Er hat Leverkusen zu einem Klub gemacht, der für modernen, mutigen und technisch brillanten Fußball steht.“
Unter den Gästen befanden sich zahlreiche ehemalige und aktuelle Spieler, die Alonso auf der Bühne mit herzlichen Worten würdigten. Besonders emotional wurde es, als Mannschaftskapitän Jonathan Tah erzählte, wie Alonso ihn persönlich ermutigt habe, „größer zu denken, mutiger zu spielen und niemals zufrieden zu sein“.
Xabi Alonso selbst zeigte sich sichtlich bewegt. In einer kurzen, aber eindringlichen Rede dankte er Fans, Mitarbeitern und Spielern für „eine außergewöhnliche gemeinsame Reise“. Er betonte, dass die Statue für ihn keine Auszeichnung einer Einzelperson sei, sondern ein Monument „für ein Team, eine Stadt und eine gemeinsame Vision“.
Die Statue soll künftig ein neuer Anlaufpunkt für Fans und Besucher werden – ein Symbol für eine Ära, die den Klub nachhaltig geprägt hat. Schon kurz nach der Zeremonie bildeten sich erste Menschenschlangen für Fotos. Leverkusen hat einem Trainer ein Denkmal gesetzt – und einer Legende, die den Verein für immer verändert hat.
