Die Fußballwelt staunt, Bayern-Fans seufzen, und in Turin knallen die Korken: Kenan Yıldız, einst als hoffnungsvoller Nachwuchsspieler an der Säbener Straße übersehen, ist in Italien endgültig zum Superstar gereift. Was sich in den vergangenen Monaten angedeutet hatte, wurde heute Morgen offiziell bestätigt: Juventus Turin hat den Vertrag des 20-jährigen Offensivkünstlers langfristig verlängert – und das Paket, das die „Alte Dame“ für ihren neuen Publikumsliebling geschnürt hat, sorgt europaweit für Gesprächsstoff.
Wie der Klub bekannt gab, bindet der neue Kontrakt Yıldız bis 2030 an Juventus. Begleitet wird das Ganze von einem finanziellen Rahmen, der sich sehen lassen kann: Ein stark erhöhtes Grundgehalt, üppige Leistungsboni und eine Ausstiegsklausel, die italienische Medien bereits jetzt als „astronomisch“ bezeichnen. Offiziell bestätigt wurde keine Zahl, doch die Gerüchteküche brodelt. Von 120 Millionen Euro ist ebenso die Rede wie von einer Summe, die im Fall eines Verkaufs neue Rekorde aufstellen könnte. Juventus wolle „um jeden Preis verhindern“, dass der junge Offensivmann nächstes Jahr von einem europäischen Giganten aus England, Spanien oder Deutschland weggeschnappt wird.
Sportdirektor Gianluca Ferrara sprach in der Pressekonferenz von einer „historischen Entscheidung“:
„Kenan ist nicht nur ein außergewöhnliches Talent, er ist ein Spieler, der unsere Zukunft prägt. Seine Professionalität, seine Kreativität und sein Hunger auf dem Platz sind einzigartig.“
In München dagegen herrscht eine Mischung aus Nostalgie und bitterer Erkenntnis. Viele Bayern-Fans fragen sich, wie man ein solches Talent so früh aus der Hand geben konnte. In sozialen Netzwerken kursieren Videos seiner spektakulären Dribblings, kommentiert mit einem kollektiven „Was wäre gewesen, wenn …“. Auch in der Klubführung des FC Bayern scheint die Personalie Yıldız Thema zu bleiben. Insider sprechen davon, dass man intern mehrfach darüber diskutiert habe, wie dieser „verlorene Sohn“ wohl heute in das Team passen würde, das händeringend nach jungen, hungrigen Offensivspielern sucht.
Die italienische Presse feiert Yıldız derweil als „den neuen Funken, der das Feuer der alten Dame entfacht“. Sein Torjubel – die Löwengeste – ist in Turin längst zum Markenzeichen geworden.
Eines steht fest: Die Geschichte des Regensburger Jungen, der in München übersehen wurde und in Turin zum Star reifte, ist noch lange nicht zu Ende. Und vielleicht, so hoffen manche in Bayern leise, wird sich sein Weg eines Tages wieder mit derIsar kreuzen.
