In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es im südlichen Alpenraum zu einem ungewöhnlichen Naturphänomen, das sowohl Bewohner als auch Wissenschaftler erstaunte. Gegen 23:42 Uhr berichteten mehrere Gemeinden in Tirol, Südtirol und dem Kanton Graubünden von einem plötzlich auftretenden, intensiv blaugrünen Leuchten am Himmel, das sich über mehrere Minuten hinweg hielt und dann abrupt verschwand. Erste Videos von Anwohnern verbreiteten sich rasch in sozialen Medien und lösten eine Welle von Spekulationen aus – von Nordlichtern bis hin zu seltenen atmosphärischen Entladungen.
Das Institut für Atmosphärenphysik in Innsbruck bestätigte am Freitagmorgen, dass es bereits mit einer Analyse der Daten begonnen habe. „Wir haben Sensoren, die normalerweise Polarlichtaktivitäten in Mitteleuropa registrieren“, erklärte Institutsleiterin Dr. Hannah Riebl. „Doch die Signatur dieser Erscheinung passt nicht zu einem typischen Aurora-Ereignis. Sie war zu lokal, zu hell und weist ein anderes Spektralmuster auf.“
Mehrere Augenzeugen beschrieben das Leuchten als „schimmernd“ und „beweglich“, fast so, als hätte es sich beabsichtigt über den Himmel gezogen. „Zuerst dachte ich, es wäre ein Scheinwerfer von einem Hubschrauber“, sagte der Südtiroler Landwirt Matteo Furlan. „Aber dann wurde es heller, breiter, und der gesamte Hang war grünlich erleuchtet. So etwas habe ich noch nie gesehen.“
Besonders ungewöhnlich: Zur selben Zeit registrierten Messstationen in der Region eine schwache magnetische Anomalie, die wenige Minuten anhielt und dann wieder verschwand. Laut Dr. Riebl seien solche Messwerte „nicht alarmierend, aber höchst interessant“, da sie möglicherweise mit dem Lichtschauspiel zusammenhängen.
Während einige Bürger bereits Theorien über außerirdische Aktivitäten oder geheime Militärtests verbreiten, bittet die Wissenschaftsgemeinschaft um Geduld. „Die wahrscheinlichste Erklärung liegt noch immer im Bereich seltener atmosphärischer Phänomene“, sagte Riebl. „Wir müssen sämtliche Daten auswerten, bevor wir Schlussfolgerungen ziehen.“
Die Behörden sehen derzeit keinen Grund zur Sorge, haben aber angekündigt, weitere Berichte zu sammeln. Ein offizieller Zwischenbericht soll Anfang nächster Woche veröffentlicht werden.
Bis dahin bleibt das mysteriöse Alpenleuchten ein faszinierendes Rätsel – und bereits jetzt eines der meistdiskutierten Naturphänomene des Jahres.
