Hoffenheim vollendet Comeback in der ersten Halbzeit und besiegt Leipzig
TSG Hoffenheim sorgte am Nachmittag für eine Überraschung in der Bundesliga und feierte mit einem kraftvollen Comeback in der ersten Halbzeit einen klaren 3:1-Sieg über das formstarke RB Leipzig. Was als dominanter Auftritt der Leipziger begann, verwandelte sich schnell in eine beeindruckende Machtdemonstration der Ilzer-Elf, die sich vom frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen ließ.
Leipzig startete druckvoll in die Partie. Antonio Nusa machte der Hoffenheimer Defensive früh zu schaffen und verpasste nur knapp aus spitzem Winkel. In der 9. Minute zahlte sich der Leipziger Druck aus: Assan Ouédraogo spielte einen perfekten Pass in den Lauf von Yan Diomandé, der Bernardo stehen ließ und den Ball eiskalt an Baumann vorbeikurvte. Alles sah nach einem Leipziger Sturmlauf aus.
Doch Hoffenheim schlug zurück.
Nur elf Minuten später glichen die Gastgeber aus – präzise und entschlossen. Eine Flanke von Toure an den zweiten Pfosten fand Wouter Burger, dessen scharfe Hereingabe Albian Hajdari aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Das Spiel war wieder offen.
Leipzig blieb gefährlich – Raum und Rômulo kombinierten beinahe spektakulär – doch Baumann hielt stark. Und in der 39. Minute folgte der nächste Nackenschlag: Vladimir Coufal hatte auf der rechten Seite zu viel Platz und flankte perfekt auf Tim Lemperle, der den Ball per Kopf unhaltbar ins untere Eck setzte. Gulacsi war chancenlos, Hoffenheim führte, das Stadion bebte.
Die zweite Halbzeit spiegelte den Beginn der ersten wider: Leipzig drückte, Hoffenheim verteidigte clever – und setzte seine Nadelstiche. Nusa tänzelte sich mit einem Sololauf durch, schoss aber über das Tor. Diomandé zwang Baumann zu einer weiteren starken Parade, bevor er ausgewechselt wurde. Auf der Gegenseite dachte Joker Fisnik Asllani, er habe das 3:1 erzielt, doch Prass stand im Sichtfeld von Gulacsi.
Aber Asllani blieb hartnäckig. Kurz darauf legte er uneigennützig quer auf Grisha Prömel, der mit einem überlegten Abschluss den Sieg perfekt machte.
Leipzig traf im direkten Gegenzug vermeintlich zum Anschluss, doch Rômulo stand hauchzart im Abseits – ein weiterer Moment des Frusts an einem Nachmittag, der ganz Hoffenheim gehörte.
Ein Comeback, ein Statement – und hochverdiente drei Punkte für die Ilzer-Elf.
