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Kopfball-Kapitän bringt Schwarzgelb auf Kurs – knappe Führung zur Pause, Werder bleibt gefährlich
Mit einer knappen, aber verdienten Führung ist Borussia Dortmund in die Halbzeit gegangen. Der Kapitän sorgte nach einer präzise getretenen Ecke von Julian Ryerson per wuchtigem Kopfball für den einzigen Treffer des ersten Durchgangs. Doch trotz des Vorsprungs ist klar: Werder Bremen ist in dieser Partie keineswegs nur Statist. Schwarzgelb wird im zweiten Durchgang nachlegen müssen, um die drei Punkte wirklich einzufahren.
Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Bundesligaspiel, das vor allem von hohem Tempo und vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt war. Dortmund übernahm zunächst die Spielkontrolle, ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und versuchte, über die Außenbahnen Druck aufzubauen. Besonders Ryerson zeigte sich früh aktiv, schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein und sorgte mit seinen Läufen für Überzahlsituationen.
Werder hingegen lauerte auf Umschaltmomente und machte deutlich, dass man sich im Signal Iduna Park nicht verstecken wollte. Mit mutigem Pressing störten die Bremer den Dortmunder Spielaufbau und zwangen Schwarzgelb mehrfach zu ungenauen Pässen. Vor allem nach Ballgewinnen im Mittelfeld ging es bei Werder schnell nach vorne, auch wenn die letzte Konsequenz im Abschluss zunächst fehlte.
Der Führungstreffer fiel schließlich nach einer Standardsituation – ein Bereich, in dem Dortmund zuletzt häufiger erfolgreich war. Ryerson brachte eine scharf getretene Ecke an den Fünfmeterraum, wo der Kapitän im richtigen Moment hochstieg und den Ball unhaltbar ins Netz köpfte. Ein Treffer, der nicht nur die Fans jubeln ließ, sondern dem Spiel auch eine neue Dynamik verlieh.
In der Folge zog sich Dortmund jedoch etwas zurück, ohne die Kontrolle vollständig zu verlieren. Werder nutzte diese Phase, um selbst mehr Ballbesitz zu sammeln und das Spiel offener zu gestalten. Besonders über die rechte Seite kamen die Gäste immer wieder gefährlich in den Dortmunder Strafraum, doch entweder war ein Abwehrbein dazwischen oder der Abschluss ging am Tor vorbei.
Kurz vor der Pause hatte Schwarzgelb noch die Chance, die Führung auszubauen, ließ diese jedoch ungenutzt. Genau das könnte im zweiten Durchgang noch zum Thema werden. Denn Werder hat gezeigt, dass sie spielerisch mithalten können und jederzeit für einen Treffer gut sind.
Für Dortmund wird es nun entscheidend sein, nach der Pause wieder aktiver zu werden, das Tempo hochzuhalten und frühzeitig das zweite Tor nachzulegen. Nur so lässt sich verhindern, dass Werder weiter an Selbstvertrauen gewinnt. Die Grundlage ist gelegt – doch um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen, braucht Schwarzgelb eine konsequente und fokussierte zweite Halbzeit.
