Bundesliga-Wintertransfers 2026: Die komplette Übersicht aller Klub-Deals
Mit dem nahenden Ende des Bundesliga-Wintertransferfensters am 2. Februar haben zahlreiche Vereine in Deutschland ihre Kader für die entscheidende zweite Hälfte der Saison 2025/26 angepasst. Während Titelanwärter gezielt nachjustierten, setzten Abstiegskandidaten vor allem auf Leihen und kurzfristige Lösungen. Die Transferperiode bot insgesamt eine spannende Mischung aus Ambition, Vorsicht und strategischer Planung.
Titelkandidaten: Bayern und Leverkusen bleiben zurückhaltend
Der FC Bayern München absolvierte ein vergleichsweise ruhiges Transferfenster und setzte klar auf Stabilität statt auf große Umbrüche. Mit Bara Sapoko Ndiaye, der auf Leihbasis von Gambinos Stars Africa kam, investierten die Münchner vor allem in die Zukunft. Torhüter Daniel Peretz kehrte zwar vom Hamburger SV zurück, wurde jedoch direkt weiter nach Southampton verliehen – ein Zeichen für sorgfältiges Kader- und Talentmanagement statt akuten Handlungsbedarfs.
Auch Bayer Leverkusen verzichtete auf spektakuläre Transfers und konzentrierte sich auf gezielte Verstärkungen. Die Verpflichtung von Issa Traoré bringt zusätzliche Dynamik, während Jonas Omlin auf Leihbasis von Borussia Mönchengladbach als Absicherung im Tor fungiert. Die Abgänge von Matěj Kovář, dessen Leihe zum PSV Eindhoven in einen festen Transfer umgewandelt wurde, unterstreichen das Vertrauen in den bestehenden Kader.
Borussia Dortmund: Mehr Abgänge als Zugänge
Borussia Dortmund fiel im Winter vor allem durch das Ausbleiben von Neuverpflichtungen auf. Stattdessen wurde der Kader verkleinert. Pascal Groß kehrte zu Brighton & Hove Albion zurück, während die jungen Talente Cole Campbell und Julien Duranville auf Leihbasis zur TSG Hoffenheim beziehungsweise zum FC Basel wechselten. Zudem endete das Leihgeschäft von Aaron Anselmino mit dem FC Chelsea. Die zurückhaltende Transferpolitik deutet auf großes Vertrauen in den vorhandenen Kader hin.
Mittelfeldklubs: Viel Bewegung bei mehreren Vereinen
Vereine wie FC Augsburg, 1. FSV Mainz 05 und der VfL Wolfsburg gehörten zu den aktivsten Akteuren des Transferfensters. Augsburg verstärkte sich mit gleich vier Leihspielern, darunter Arthur Chaves, Yannik Keitel und Michael Gregoritsch, und sendete damit ein klares Signal im Kampf um den Klassenerhalt.
Mainz sorgte mit der festen Verpflichtung von Silas Katompa Mvumpa von Stuttgart für einen der auffälligeren Transfers des Winters. Hinzu kam die Leihe von Stefan Posch, der defensive Stabilität bringen soll. Wolfsburg setzte ebenfalls auf gezielte Verstärkungen mit Cleiton, Sael Kumbedi und dem japanischen Offensivtalent Kento Shiogai. Der Abgang von Andreas Skov Olsen zu den Rangers birgt allerdings ein gewisses Risiko.
Aufsteiger und Umbruchteams: Fokus auf Leihgeschäfte
Neuaufsteiger und Mannschaften im Umbruch nutzten den Leihmarkt intensiv. FC St. Pauli verstärkte sich international mit Neuzugängen aus Japan, Kanada und Belgien. 1. FC Heidenheim sicherte sich mehrere Leihspieler aus Hoffenheim und Stuttgart, um die Bundesliga-Tauglichkeit zu erhöhen. Der Hamburger SV trieb seinen Neuaufbau mit der Leihe von Damion Downs sowie der Verpflichtung von Torhüter Sander Tangvik weiter voran.
Auffällig zurückhaltend agierte Union Berlin, das keine Neuzugänge vermeldete und lediglich einen Spieler verlieh – eine Strategie, die angesichts der sportlichen Lage durchaus Fragen aufwirft.
Stuttgart, Bremen und Frankfurt: Jugend und Flexibilität
Der VfB Stuttgart setzte im Winter verstärkt auf junge Spieler und Kaderrotation. Werder Bremen beschränkte sich auf die Leihe von Jovan Milošević. Besonders aktiv zeigte sich hingegen Eintracht Frankfurt, das mehrere junge Talente verpflichtete und mit Arnaud Kalimuendo einen interessanten Offensivspieler auf Leihbasis von Nottingham Forest holte.
Fazit
Das Bundesliga-Wintertransferfenster 2026 war insgesamt weniger von spektakulären Großtransfers geprägt, sondern vielmehr von durchdachten Anpassungen. Viele Vereine verzichteten auf Panikkäufe und setzten stattdessen auf Leihen, Talententwicklung und gezielte Verstärkungen. Ob im Titelrennen oder im Abstiegskampf – die tatsächliche Wirkung dieser Transfers wird sich erst in den kommenden, entscheidenden Monaten zeigen.
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