Berlin-Köpenick – Es war ein Abend, der in die Geschichte des 1. FC Union Berlin eingehen wird. Unter dem Schein der rot-weißen Flutlichter an der Alten Försterei versammelten sich am Samstag über 22.000 Fans, um einem Mann zu huldigen, der den Verein geprägt hat wie kaum ein anderer: Christopher Trimmel. In einer emotionalen Zeremonie wurde der langjährige Kapitän offiziell zum „Größten aller Zeiten“ (G.O.A.T.) in der Geschichte des Klubs erklärt.
Als Trimmel unter lautem Jubel den Rasen betrat, hallte minutenlang sein Name durch die Ränge. Tränen flossen, Gesänge erfüllten die Luft – ein Gänsehautmoment, der zeigte, wie tief die Verbindung zwischen Spieler, Verein und Fans ist. Vereinspräsident Dirk Zingler fand bewegende Worte: „Christopher Trimmel ist mehr als nur ein Spieler. Er ist das Gesicht einer Ära, ein Symbol für Loyalität, Leidenschaft und Menschlichkeit. Er hat Union gelebt – auf und neben dem Platz.“
Trimmel, der 2014 vom SK Rapid Wien nach Köpenick gewechselt war, führte Union nicht nur sportlich in neue Höhen, sondern wurde auch zur Identifikationsfigur für Generationen von Fans. Unter seiner Kapitänsbinde gelang dem Verein 2019 der historische Aufstieg in die Bundesliga – und später die sensationelle Qualifikation für den Europapokal.
Sichtlich gerührt bedankte sich der 37-Jährige für die Ehrung: „Ich habe hier nicht nur Fußball gespielt, ich habe eine Familie gefunden. Union war immer mehr als nur ein Klub – es ist ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann. Diese Auszeichnung bedeutet mir alles.“
Zur Feier des Abends präsentierte der Verein eine eigens angefertigte Gedenktafel, die künftig am Haupteingang des Stadions hängen wird. Zudem wurde bekannt gegeben, dass die Nordtribüne für die kommende Saison in „Trimmel-Kurve“ umbenannt wird – eine Geste, die für tosendem Applaus sorgte.
Auch ehemalige Mitspieler und Trainer ließen es sich nicht nehmen, persönliche Videobotschaften zu senden. Urs Fischer, Unions langjähriger Erfolgstrainer, sagte in einer Zuschaltung: „Trimmi war das Herz dieser Mannschaft. Ohne ihn hätte Union nie diese Geschichte geschrieben.“
Mit einem letzten Rundgang durchs Stadion verabschiedete sich Trimmel von „seiner“ Försterei. Die Fans begleiteten ihn mit Fackeln, Gesängen und unzähligen „Danke, Trimmi!“-Plakaten.
Ein Kapitel endet – eine Legende bleibt. In Köpenick ist man sich einig: Christopher Trimmel ist und bleibt der unangefochtene G.O.A.T. des 1. FC Union Berlin.
