LARS RICKEN: BORUSSIA DORTMUNDS EWIGER SOHN
Nur wenige Fußballer sind so eng mit einem Verein verbunden wie Lars Ricken mit Borussia Dortmund. Geboren in der Stadt, die er später zu europäischem Ruhm führen sollte, verkörpert Ricken Loyalität, Intelligenz und eine tiefe Verbundenheit zu Schwarz-Gelb.
Lars Ricken wurde am 10. Juli 1976 in Dortmund geboren – dort, wo Fußball zum Alltag gehört. Bereits mit sieben Jahren trat er der Jugendakademie des BVB bei und überzeugte früh durch Spielverständnis und technische Präzision. Sein Aufstieg verlief rasant: 1993, im Alter von nur 17 Jahren, gab er unter Ottmar Hitzfeld sein Bundesliga-Debüt.
Schon bald gehörte Ricken zur goldenen Generation des BVB um Matthias Sammer, Andreas Möller und Karl-Heinz Riedle. Mit seiner Kreativität und Ruhe am Ball trug er maßgeblich zu den Bundesliga-Titeln 1995 und 1996 bei und galt als eines der größten deutschen Talente seiner Zeit.
Der Höhepunkt seiner Karriere ereignete sich am 28. Mai 1997: das Champions-League-Finale gegen Juventus Turin. Ricken kam in der zweiten Halbzeit als Joker – und traf nur 16 Sekunden später. Mit seinem ersten Ballkontakt überlupfte er Torhüter Angelo Peruzzi und stellte auf 3:1. Es war das Tor, das Dortmund zum ersten Champions-League-Triumph führte und Ricken zur Legende machte.
Doch seine Karriere wurde nicht nur durch diesen Moment geprägt. Verletzungen und taktische Umstellungen erschwerten später seine Rolle, doch Ricken blieb dem Verein treu. Angebote aus dem Ausland schlug er aus – er blieb 15 Jahre lang ein Spieler des BVB, ein heute selten gewordenes Zeichen echter Loyalität.
2002 gewann er erneut die Bundesliga, erreichte das UEFA-Cup-Finale und absolvierte 16 Länderspiele. Nach seinem Karriereende 2009 übernahm er eine Schlüsselrolle im BVB-Nachwuchs und förderte Talente wie Mario Götze.
2023 schloss sich der Kreis: Ricken wurde zum Geschäftsführer Sport ernannt. Für die Fans bleibt er mehr als ein ehemaliger Spieler – er ist ein Symbol für Identität und Treue.
