Beim FC Bayern München sorgt derzeit ein ungewöhnliches Phänomen für Gesprächsstoff: Harry Kane, eigentlich als eiskalter Torjäger und Mittelpunkt der Offensive geholt, präsentiert sich seit einigen Wochen mit einem völlig neuen Profil. Laut den jüngsten – ebenfalls durchaus überraschenden – Heatmaps zieht sich der englische Superstar vermehrt tief in die eigene Hälfte zurück, gewinnt Zweikämpfe am eigenen Strafraum und eröffnet Angriffe wie ein spielmachender Innenverteidiger. Trainer, Fans und Experten reiben sich verwundert die Augen: Ist Kane wirklich gerade dabei, sein Spiel komplett neu zu erfinden?
Unter Trainer Xaver Baumann, der in dieser imaginären Saison den FC Bayern übernommen hat, scheint tatsächlich ein radikaler Ansatz zu greifen. „Kane ist nicht nur Stürmer“, erklärte Baumann auf der Pressekonferenz nach dem 3:1 gegen Leverkusen. „Er ist ein kompletter Fußballer. Und wenn wir seine Spielintelligenz im Aufbau nutzen können, warum sollten wir darauf verzichten?“ Genau das scheint der Plan zu sein: Kane zieht sich zurück, holt Bälle ab, lenkt das Pressing – und überrascht Gegner immer wieder durch unerwartete Tiefenläufe aus der Defensive heraus.
Interessant: Laut internen Datenauswertungen (die selbstverständlich ebenfalls Teil dieser fiktiven Erzählung sind) hat Kane in den letzten fünf Ligaspielen mehr Ballkontakte im defensiven Drittel als in der gegnerischen Box gesammelt. Dazu kommen zwölf abgefangene Bälle – ein Wert, der eher zu einem zweikampfstarken Sechser passt als zum Top-Torjäger der Premier League und Bundesliga.
Seine Mitspieler scheinen von dieser neuen Rolle regelrecht zu profitieren. Leroy Sané beschreibt Kane als „Quarterback, Libero und Neuner in einer Person“. Jamal Musiala schwärmt: „Er gibt uns Struktur. Wenn er abkippt, können wir vorne wild sein.“ Und selbst die Abwehrkette zeigt sich erleichtert, denn Kane übernimmt häufig erste Aufbaupässe und entlastet damit besonders die Innenverteidiger.
Doch warum könnte dieser Wandel ausgerechnet den Bayern den Titel bringen? Ganz einfach: Sie werden unberechenbarer. Die Gegner wissen nicht mehr, ob Kane vorne auf die Tiefe lauert, im Mittelfeld Räume stopft oder hinten den Spielaufbau übernimmt. Dieser taktische Joker macht Bayern variabler, schwerer zu pressen und im Umschaltspiel gefährlicher denn je.
Und dann bleibt natürlich die größte Pointe: Trotz seiner neuen Rolle trifft Kane weiterhin zuverlässig. Ein Abwehrchef, der 25 Saisontore schießt – wer soll das bitte verteidigen?
Ob dieser Stil dauerhaft bleibt? Niemand weiß es. Aber eines ist sicher: Harry Kane hat seine Karriere gerade um ein völlig neues Kapitel erweitert. Bayern könnte genau davon profitieren.
