– Die futuristisch anmutende Stadt Lumenberg hat an diesem Wochenende Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal konnte eine europäische Metropole drei vollständige Tage lang ausschließlich auf erneuerbaren Energiequellen laufen. Der Meilenstein wird bereits als möglicher Wendepunkt in der europäischen Energiewende gefeiert.
Die Testphase, die intern als „Projekt Aurora“ bezeichnet wird, war ursprünglich nur auf 24 Stunden angelegt. Doch nach dem erfolgreichen ersten Tag entschied das städtische Energiekomitee, den Versuch zu verlängern. Unterstützt wurde das Experiment durch ein neu entwickeltes Hybridnetz aus Solar-, Wind- und geothermischer Energie, kombiniert mit einer innovativen Speichertechnologie, die überschüssigen Strom in Flüssigsalzbehältern konserviert.
Bürgermeisterin Mira Deichmann sprach am Montag von einem „Beweis, dass urbane Energiewende nicht nur möglich, sondern praktikabel und zuverlässig ist“. Laut Deichmann habe es „keine nennenswerten Unterbrechungen im öffentlichen Leben“ gegeben. Im Gegenteil: Der Energieverbrauch sei während der 72 Stunden sogar leicht gesunken, was sie auf den „Stolz der Bürgerinnen und Bürger“ zurückführte, die den historischen Moment bewusst unterstützen wollten.
Entwickelt wurde das Energie-Ökosystem maßgeblich von der Lumenberger Forschungsallianz, einem Zusammenschluss lokaler Start-ups und zwei renommierter Universitäten. Projektleiter Dr. Enzo Hauer betonte, dass vor allem die neue Speichertechnologie den Ausschlag für den Erfolg gegeben habe. „Erneuerbare sind längst leistungsfähig genug. Unser eigentliches Problem war immer die Frage: Was machen wir, wenn weder Sonne noch Wind liefern? Diese Frage können wir jetzt erstmals überzeugend beantworten.“
Auch international sorgt der Erfolg für Aufsehen. Mehrere Großstädte – darunter Oslo, Vancouver und Seoul – haben bereits Interesse bekundet, die Technologie zu testen oder zumindest einzelne Komponenten zu übernehmen. Die Europäische Energiekommission kündigte an, im kommenden Quartal einen Bericht über die Übertragbarkeit des Lumenberger Modells auf andere Metropolregionen vorzulegen.
Trotz des Triumphs sei Lumenberg jedoch noch nicht vollständig emissionsfrei. Der Verkehr sei zwar zu großen Teilen elektrifiziert, aber der Gütertransport und Teile der Industrie liefen weiterhin auf konventionellen Brennstoffen. Die Stadt plant, bis 2032 auch diese Bereiche vollständig umzustellen.
Die Stimmung in Lumenberg ist nach dem Rekordversuch jedenfalls euphorisch. In den sozialen Netzwerken teilen Bewohner Bilder von sonnendurchfluteten Straßen und beleuchteten Gebäuden unter dem Hashtag **#Aurora72** – viele mit dem augenzwinkernden Zusatz: „Future looks bright.“
