Eineiige Zwillinge teilen oft eine außergewöhnliche Verbindung – eine, die weit über identisches Erbgut oder ähnliche Erscheinung hinausgeht. Sie beenden gegenseitig Sätze, spüren instinktiv, wenn die andere traurig ist, und führen manchmal – ganz ohne Absprache – Leben, die sich verblüffend gleichen. Doch für die eineiigen Zwillingsschwestern Emma und Ellie Carson scheint das Universum diese Verbindung auf ein völlig neues Niveau gehoben zu haben. Die 29-Jährigen erwarten nämlich in diesem Jahr jeweils ihr erstes Baby – und das am exakt gleichen Tag.
Emma und Ellie hörten schon als Kinder Witze wie „Zwillinge machen alles zusammen“, aber keine von beiden hätte gedacht, dass das auch eine Schwangerschaft einschließen würde. Als Emma erfuhr, dass sie ein Baby erwartet, rief sie sofort ihre Schwester an – voller Vorfreude, die Nachricht zu teilen. Was sie nicht wusste: Ellie wollte am nächsten Tag genau denselben Anruf machen. Während eines Videochats hielt Ellie plötzlich ihren eigenen positiven Test in die Kamera. Die Schwestern brachen gleichzeitig in Lachen, Staunen und Tränen aus.
Der wahre Schock kam jedoch Wochen später bei ihren ersten Ultraschallterminen: Die Geburtstermine waren identisch. Die Ärzte schätzten, dass beide Babys am 14. April zur Welt kommen sollten – ein so seltener Zufall, dass die Schwestern sprachlos waren.
Freunde und Familie waren allerdings nicht lange überrascht. Jeder, der Emma und Ellie kennt, weiß, dass sie schon immer wie zwei Hälften eines Ganzen gelebt haben. Sie wählten dieselbe Universität, teilten sich ein Zimmer im Studentenwohnheim und landeten sogar in verwandten Berufen – Emma als Kinderkrankenschwester und Ellie als Fachfrau für frühkindliche Entwicklung. Sie fühlten sich immer „im Gleichklang“, aber diese Erfahrung, sagen sie, fühle sich geradezu magisch an.
Während ihrer Schwangerschaften haben die Schwestern ihre gemeinsame Reise in perfekter Synchronität gestaltet. Sie gehen zusammen zu Vorsorgeuntersuchungen, vergleichen Babytritte und planen sogar passende Farbkonzepte für die Kinderzimmer – ein sanftes Salbeigrün bei Emma und ein tiefes Waldgrün bei Ellie. Ihre Partner, amüsiert und dennoch voll unterstützend, scherzen, dass sie einfach versuchen, mit der „Zwillingswellenlänge“ mitzuhalten.
Viele fragen sich inzwischen, ob die beiden wirklich gleichzeitig in die Wehen kommen werden. Aber Emma und Ellie nehmen es gelassen. „Wenn es passiert, dann passiert es“, lacht Emma. „Ehrlich gesagt würde uns das gar nicht mehr überraschen.“ Ellie stimmt zu und sagt, dass allein das gemeinsame Erleben die Zeit unvergesslich mache.
Die Familien bereiten sich auf eine mögliche doppelte Feier des neuen Lebens vor. Beide Großelternpaare haben ihre Kalender markiert – bereit für zwei Krankenhausbesuche oder vielleicht auch nur einen besonders turbulenten.
Doch jenseits des süßen Zufalls und der Aufmerksamkeit, die ihre Geschichte auf sich zieht, sagen die Schwestern, dass das Schönste an all dem die Gewissheit sei, dass ihre Kinder so eng miteinander aufwachsen werden, wie Cousins nur sein können. „Sie werden eingebaute beste Freunde haben – so wie wir“, sagt Ellie.
Ob ihre Babys am selben Tag, wenige Stunden oder erst Tage voneinander getrennt zur Welt kommen – Emma und Ellie wissen, dass sie eine Geschichte erleben, die sie ihren Kindern eines Tages erzählen werden: eine Geschichte von Synchronizität, Schwesternschaft und einem Band, das sie selbst immer wieder überrascht.
