München – Inmitten der anhaltenden Diskussionen über die optimale Position von Joshua Kimmich hat sich nun auch Bayern-Ikone Philipp Lahm zu Wort gemeldet – und sorgt mit einer klaren Einschätzung für neuen Gesprächsstoff. Der ehemalige Weltmeister, der selbst sowohl als Rechtsverteidiger als auch im defensiven Mittelfeld glänzte, sieht Kimmich künftig eindeutig im Zentrum verankert.
„Joshua Kimmich hat bewiesen, dass er beide Positionen auf hohem Niveau spielen kann“, erklärte Lahm im Gespräch mit einer Münchner Sportzeitung. „Es hängt vielleicht auch vom Personal ab und davon, wer zur Verfügung steht. Ich sehe ihn tatsächlich als Achter, mit einem Sechser an seiner Seite. Das wäre meine Idealposition für Joshua Kimmich.“
Eine Einschätzung, die im Umfeld des FC Bayern durchaus Gewicht hat. Noch immer gilt Lahm als taktischer Vordenker, dessen Analysen im Verein aufmerksam verfolgt werden. Und tatsächlich: Die Frage, wo Kimmich seine Stärken am besten entfalten kann, ist beim Rekordmeister seit Monaten ein heißes Thema. Unter mehreren Trainern wechselte der 29-Jährige wiederholt zwischen Mittelfeld und Außenverteidigung – mal aus taktischen Gründen, mal aus personeller Not
Lahms Standpunkt dürfte besonders deshalb interessant sein, weil er Kimmichs Entwicklung seit Jahren aufmerksam begleitet. Schon früh habe er in ihm einen Spieler gesehen, „der das Zentrum kontrollieren kann“, sagt der Ex-Kapitän. Kimmichs Mischung aus Passgenauigkeit, Laufstärke und taktischer Übersicht mache ihn zu einem natürlichen Gestalter im Mittelfeld. Gleichzeitig betonte Lahm, dass der schwäbische Allrounder auch weiterhin in der Lage sei, die rechte Seite auf höchstem Niveau zu besetzen – „wenn es die Lage erfordert“
Innerhalb des Vereins herrscht laut Insidern derzeit noch keine Einigkeit darüber, wie die zukünftige Rollenverteilung aussehen soll. Mit mehreren Neuzugängen im defensiven Bereich könnte sich jedoch ein Szenario ergeben, das Lahms Einschätzung stützt. Besonders spannend: Ob sich der kommende Bayern-Trainer – dessen Philosophie als pressingorientiert und flügelstark gilt – der prominenten Empfehlung anschließt.
Kimmich selbst äußerte sich zuletzt zurückhaltend, betonte aber, er wolle „der Mannschaft auf der Position helfen, auf der sie mich am meisten braucht“. Mit Lahms jüngster Aussage dürfte die Diskussion allerdings neuen Schwung bekommen – und spätestens im Sommertrainingslager wird klarer werden, ob der Rekordmeister seinen Strategen tatsächlich wieder dauerhaft ins Zentrum zieht.
