In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages sorgte eine Meldung aus dem Tiroler Alpenraum für weltweite Aufmerksamkeit: Ein Bergsteigerteam aus Innsbruck entdeckte zufällig ein seit zwölf Jahren verschollenes Forschungscamp, das damals unter mysteriösen Umständen verschwunden war. Die Expedition, die 2013 zum sogenannten „Projekt Borealis“ aufgebrochen war, hatte die Aufgabe, seltene atmosphärische Phänomene im Hochgebirge zu untersuchen. Nach einem plötzlichen Wintereinbruch brach jedoch der Kontakt zu dem Team ab, und trotz zahlreicher Suchaktionen fanden sich nie klare Spuren.
Die drei Bergsteiger – zwei erfahrene Alpinisten und ein Student der Geografie – stießen gestern Nachmittag in einem abgelegenen Seitental des Ötztals auf ungewöhnlich symmetrische Strukturen im Schnee. Bei näherer Untersuchung zeigte sich, dass es sich um die teilweise erhaltenen Zelte und Messstationen der verschollenen Forschergruppe handelte. Überraschend war der außergewöhnlich gute Zustand vieler Geräte, die trotz jahrelanger extremster Wetterbedingungen kaum Korrosionsspuren aufwiesen.
Das wirklich Rätselhafte jedoch befand sich im Inneren des Hauptzelts: Ein Logbuch, dessen letzte Einträge nur wenige Stunden vor dem Verschwinden des Teams datiert sind. Darin berichtete der damalige Expeditionsleiter von merkwürdigen elektromagnetischen Ausschlägen, die sich in den Tagen zuvor massiv verstärkt hätten. Die Daten legen nahe, dass ein seltenes Naturereignis – möglicherweise eine Kombination aus geomagnetischer Aktivität und atmosphärischen Entladungen – die Forscher überrascht haben könnte.
Behörden und Wissenschaftler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz trafen bereits am Fundort ein, um die Gegenstände zu sichern und das Gelände weiträumig zu dokumentieren. Der Tiroler Katastrophenschutz betonte jedoch, dass es keinerlei Hinweise darauf gebe, dass noch Überlebende gefunden werden könnten. „Wir sprechen hier von einem Fund historischer und wissenschaftlicher Bedeutung, nicht von einem Rettungseinsatz“, stellte Sprecherin Lena Marth klar.
Trotzdem hoffen viele Angehörige der verschollenen Forscher auf neue Erkenntnisse. „Es ist das erste Lebenszeichen – wenn auch nur indirekt – seit über einem Jahrzehnt“, sagte die Schwester eines Expeditionsteilnehmers. „Endlich gibt es etwas Greifbares.“
Die Auswertung des Logbuchs und der Messdaten könnte Monate dauern. Doch eines steht bereits jetzt fest: Der Fund wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Und vielleicht erzählt er am Ende die Geschichte eines der größten alpinen Rätsel unserer Zeit.
