Silas überrascht über Sommerwechsel: „Ich hatte nicht vor, den VfB zu verlassen“
In einem Interview mit Sky Sports hat VfB-Stuttgart-Angreifer Silas erklärt, dass ihn seine aktuelle Leihe zu Roter Stern Belgrad völlig überrascht habe.
Silas, weiterhin unter Vertrag beim VfB Stuttgart, nachdem er zu Beginn des Jahres den entscheidenden Elfmeter im DFL-Supercup verschossen hatte.
Foto: Christof Köpsel / Getty Images
Trotz der Tatsache, dass seine Rolle beim VfB Stuttgart schon seit einiger Zeit kleiner geworden war, zeigte sich der kongolesische Nationalspieler Silas Katompa Mvumpa überrascht über seine Ausleihe zu Roter Stern Belgrad zu Beginn dieser Saison. Auch wenn er in der vergangenen Spielzeit nicht zu den prägenden Figuren in Stuttgarts Champions-League-Qualifikation zählte, erzielte der 26-Jährige dennoch sieben Tore und bereitete sechs weitere in 30 Pflichtspielen für die Schwaben unter Sebastian Hoeneß vor.
Im Gespräch mit Sky Sports blickte Silas auf das Champions-League-Duell am heutigen Abend gegen seinen Stammverein voraus. Einst als eines der größten Offensivtalente der Bundesliga gefeiert, hatte der gebürtige Kinshasaer nach einem schweren Kreuzbandriss im Frühjahr 2021 große Schwierigkeiten, wieder zu seiner alten Form zurückzufinden. Hinzu kamen rechtliche Probleme im Zusammenhang mit der Fälschung seines Geburtsnamens durch seinen früheren Berater. Sowohl Pellegrino Matarazzo als auch Bruno Labbadia äußerten sich in ihrer Zeit als VfB-Trainer kritisch über die Arbeitsmoral des einst auf 25 Millionen Euro geschätzten Spielers.
Silas erklärte im Interview, dass er nach einer starken Sommervorbereitung keinesfalls mit einem Abschied gerechnet habe. Umso überraschender sei für ihn die Nachricht gewesen, dass er den Verein verlassen solle. Nachdem mehrere Wechsel vor Ablauf der deutschen Transferfrist gescheitert waren, verliehen die Verantwortlichen aus Cannstatt ihn schließlich kurz vor Ende des Transferfensters in Osteuropa an den serbischen Meister. Gerüchten zufolge hatten Silas und seine Berater auf einen Wechsel zu einem weiteren Champions-League-Teilnehmer gedrängt – was der Spieler im Interview mehr oder weniger bestätigte.
„Ich hatte nicht vor, den VfB zu verlassen“, sagte Silas bei Sky. „Ich habe im Sommer hart gearbeitet. Als die Saison begann, war ich sehr überrascht, als man mir sagte, dass ich den Verein wechseln müsse. Deshalb bin ich dann zu einer Mannschaft gegangen, die in der Champions League spielt. Ich liebe Stuttgart sehr. Der Klub hat mir viel gegeben, und die Fans wissen auch, wie sehr ich ihren Verein liebe.“
Gleichzeitig betonte Silas die Bedeutung der Königsklasse für seine Entscheidung: „Die Champions League war immer ein Traum für mich, und Roter Stern hat mir die Chance gegeben, in diesem Wettbewerb zu spielen“, fuhr er fort. „Es war nicht einfach. Es ist ein neues Land, eine andere Sprache und ein anderes Klima. Aber meine Mitspieler haben mir sehr geholfen, mich gut in die Mannschaft zu integrieren.“
