– Eine sensationelle Entdeckung sorgt derzeit in Köln für Aufsehen: Bei routinemäßigen Bauarbeiten zur Modernisierung der unterirdischen Versorgungssysteme rund um den Kölner Dom stießen Arbeiter am frühen Samstagmorgen auf einen bislang unbekannten Zugang zu einem weit verzweigten mittelalterlichen Tunnelsystem.
Wie die Stadt Köln in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mitteilte, handelt es sich nach ersten Einschätzungen von Experten um ein Netzwerk aus mehreren Gängen und Kammern, das vermutlich im späten 13. Jahrhundert angelegt wurde. Die unterirdischen Strukturen verlaufen in bis zu 18 Metern Tiefe und erstrecken sich offenbar über mehrere hundert Meter unter der Altstadt.
„Ein solcher Fund ist von enormer historischer Bedeutung“, erklärte Professorin Dr. Miriam Feldhoff vom Institut für Mittelalterarchäologie der Universität Bonn. „Die Bauweise und erste Inschriften an den Wänden deuten darauf hin, dass die Gänge möglicherweise als geheimer Fluchtweg für hochrangige Geistliche dienten oder im Zusammenhang mit dem Schutz wertvoller Reliquien standen.“
Besonders bemerkenswert sei eine entdeckte Kammer, deren Wände mit ungewöhnlich gut erhaltenen Fresken verziert sind. Erste Analysen zeigen Darstellungen von Sternenkonstellationen sowie lateinische Texte, die bisher noch nicht vollständig entschlüsselt werden konnten. Ein Forscherteam vermutet, dass die Kammer einst als astronomischer Beobachtungsraum genutzt worden sein könnte – eine Theorie, die unter Historikern bereits hitige Diskussionen ausgelöst hat.
Die Entdeckung hat auch Sicherheitsmaßnahmen ausgelöst. Der Bereich rund um den südlichen Domvorplatz wurde vorübergehend abgesperrt, während Experten die Stabilität der unterirdischen Anlagen prüfen. Der reguläre Besucherverkehr im Dom ist davon jedoch nicht betroffen.
Kölns Oberbürgermeisterin Sabine Krämer sprach von einem „historischen Moment für die Stadt“. Sie kündigte an, dass nach Abschluss der Untersuchungen geprüft werde, Teile des Tunnelsystems der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Dies könnte eine kulturelle Attraktion von internationalem Rang werden“, sagte sie.
In sozialen Netzwerken verbreitete sich die Nachricht innerhalb weniger Stunden rasant. Unter dem Hashtag #DomGeheimnis spekulieren Nutzer bereits über verborgene Schätze, geheime Orden und mögliche Verbindungen zu historischen Legenden rund um den Domschatz.
Die archäologischen Untersuchungen sollen mehrere Monate dauern. Bis dahin bleibt die Frage offen, welche weiteren Geheimnisse unter einem der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands verborgen liegen. Experten rechnen damit, dass der Fund das Verständnis der mittelalterlichen Stadtgeschichte Kölns grundlegend verändern könnte.
