Der Poker um Said El Mala nimmt immer spektakulärere Ausmaße an. Nach Informationen aus vereinsnahen Kreisen steht der 19-jährige Offensivstar des 1. FC Köln unmittelbar vor einem möglichen Mega-Transfer in die Premier League. Besonders der englische Erstligist Brentford FC soll in den vergangenen Tagen massiv Druck gemacht haben und bereitet offenbar ein offizielles Angebot vor, das inklusive Bonuszahlungen die Marke von 45 Millionen Euro überschreiten könnte.
Damit würde El Mala nicht nur zum teuersten Verkauf der Kölner Vereinsgeschichte aufsteigen, sondern auch zu einem der kostspieligsten Transfers eines deutschen Teenagers überhaupt. Intern sollen die Verantwortlichen am Geißbockheim bereits intensiv über mögliche Nachfolger beraten.
Sportdirektor Christian Keller hielt sich öffentlich zwar bedeckt, soll aber laut Insidern eingeräumt haben, dass „außergewöhnliche Angebote in einer außergewöhnlichen Marktsituation bewertet werden müssen“. Gleichzeitig wolle der FC jedoch alles daransetzen, seinen Leistungsträger zumindest noch für die kommende Saison zu halten.
El Mala selbst konzentriert sich derzeit auf die U21-Nationalmannschaft und die Chance, sich überraschend noch für den deutschen WM-Kader zu empfehlen. Hinter den Kulissen arbeitet sein Management allerdings bereits an verschiedenen Szenarien. Neben Brentford gelten auch Chelsea, Newcastle United und Brighton als ernsthafte Interessenten aus England.
Besonders brisant: Borussia Dortmund soll in den vergangenen Tagen erneut Kontakt zur Spielerseite aufgenommen haben. Beim BVB sieht man in El Mala offenbar den idealen Nachfolger für Jamie Gittens, dessen Abschied im Sommer immer wahrscheinlicher wird. Auch der FC Bayern beobachtet die Entwicklung aufmerksam, wenngleich die Münchner aktuell keine konkrete Offerte planen.
In Köln wächst unterdessen die Sorge, den Publikumsliebling früher als gedacht zu verlieren. Fans hatten El Mala in den vergangenen Wochen mehrfach mit Sprechchören gefeiert und hoffen weiterhin auf einen Verbleib. Beim jüngsten Heimspiel gegen Freiburg trug ein Großteil der Südkurve Banner mit der Aufschrift: „Said bleibt!“
Ein Leihmodell nach einem England-Wechsel gilt derzeit jedoch als unwahrscheinlich. Brentford plant angeblich fest mit dem technisch starken Offensivspieler und sieht in ihm einen zentralen Baustein für die Zukunft des Vereins. Trainer Thomas Frank soll persönlich grünes Licht für den Transfer gegeben haben.
Noch ist keine endgültige Entscheidung gefallen. Doch eines scheint klar: Der Transfersommer um Said El Mala könnte zu den spektakulärsten Personalgeschichten des Jahres werden.
