Die Sorgen um Manuel Neuer werden beim FC Bayern offenbar immer größer. Nur wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten DFB-Pokalfinale herrscht an der Säbener Straße Ausnahmezustand. Der 40-jährige Torhüter kämpft weiterhin mit hartnäckigen Beschwerden an der linken Wade – und ein Einsatz scheint plötzlich alles andere als sicher zu sein.
Nach Informationen aus dem Umfeld des Vereins wurde Neuer am Mittwoch erneut intensiv untersucht. Zwar sollen die Ärzte keine schwere strukturelle Verletzung festgestellt haben, doch die anhaltenden Schmerzen bereiten den Verantwortlichen erhebliche Sorgen. Intern wird inzwischen von einem echten „Rennen gegen die Zeit“ gesprochen.
Besonders brisant: Bayern soll bereits eine klare Entscheidung getroffen haben. Ohne vollständige Teilnahme am Mannschaftstraining wird Neuer nicht im Finale zwischen den Pfosten stehen. Die Verantwortlichen wollen kein Risiko eingehen – zu groß wäre die Gefahr eines Rückschlags unmittelbar vor der Weltmeisterschaft.
Damit rückt plötzlich Jonas Urbig in den Mittelpunkt. Der junge Keeper könnte überraschend zu seinem bislang größten Karriereeinsatz kommen. Innerhalb der Mannschaft soll es bereits intensive Gespräche über verschiedene Szenarien geben. Während einige Spieler weiterhin auf ein Wunder hoffen, wächst hinter den Kulissen die Nervosität spürbar.
Neuer hatte die Probleme angeblich bereits im letzten Ligaspiel gegen Köln gespürt. Nach kurzer Behandlung an der Seitenlinie ließ er sich vorsichtshalber auswechseln. Seitdem absolvierte der Weltmeister von 2014 kein öffentliches Training mehr. Beobachter berichten zudem, dass der Torwart das Trainingsgelände zuletzt mehrfach mit ernster Miene verlassen habe.
Auch beim DFB verfolgt man die Entwicklung mit wachsender Aufmerksamkeit. Bundestrainer Julian Nagelsmann plant Berichten zufolge eigentlich fest mit Neuer als Nummer eins für die kommende Weltmeisterschaft. Doch intern sollen inzwischen erste Zweifel aufgekommen sein, ob der Routinier körperlich noch dauerhaft den höchsten Belastungen standhalten kann.
Besonders sensibel ist die Situation deshalb, weil erneut die linke Körperseite betroffen ist – genau jener Bereich, der seit Neuers schwerem Skiunfall im Jahr 2022 immer wieder Probleme bereitet. Trotz seines eisernen Trainingsprogramms scheint der Körper des Bayern-Kapitäns zunehmend an seine Grenzen zu stoßen.
Die kommenden Stunden dürften nun entscheidend werden. Sollte Neuer nicht rechtzeitig grünes Licht erhalten, könnte Bayern ohne seinen langjährigen Rückhalt ins wichtigste Spiel der Saison gehen. Die Spannung in München steigt von Minute zu Minute.
