England führte bis fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit 1:0. Anthony Gordon hatte die Three Lions kurz nach der Halbzeitpause in Atlanta in Führung gebracht.
Doch innerhalb von nur sieben Minuten drehte Argentinien das Spiel auf beeindruckende Weise. Enzo Fernández glich in der 85. Minute mit einem traumhaften Distanzschuss aus, bevor der eingewechselte Lautaro Martínez in der 92. Minute nach einem Kopfball den Siegtreffer erzielte.
Die Wende kam, nachdem Englands Trainer Thomas Tuchel mehrere defensive Wechsel vorgenommen hatte, um die Führung über die Zeit zu bringen.
Nach den Einwechslungen übernahm Argentinien jedoch die vollständige Kontrolle über das Spiel und verdiente sich den Sieg. Lionel Messi spielte dabei eine entscheidende Rolle, indem er beide Tore vorbereitete – darunter eine präzise Flanke auf Martínez zum Siegtreffer.
Die Mannschaft von Lionel Scaloni trifft nun am Sonntag im Finale in New Jersey auf Spanien, während England am Samstag in Miami im Spiel um Platz drei gegen Frankreich antreten wird.
Nach den verlorenen Endspielen bei zwei aufeinanderfolgenden Europameisterschaften war es für England erneut ein Fall von „so nah und doch so fern“. Tuchels taktische Änderungen während der Partie erwiesen sich als kostspielig: Nach Gordons Führungstreffer hatte England bis zu Martínez’ Siegtreffer im Durchschnitt nur 12 Prozent Ballbesitz.
