Portugals neuer Nationaltrainer Jorge Jesus, der einen Vierjahresvertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030 unterschrieben hat, hat klargestellt, dass er den Kader nach dem enttäuschenden Achtelfinal-Aus bei der WM 2026 nicht grundlegend umbauen wird.
Der 71-Jährige betonte, dass die begrenzte Vorbereitungszeit vor seinem Debüt in der UEFA Nations League keine großen Experimente zulasse. Damit deutete er gleichzeitig an, dass Cristiano Ronaldo weiterhin eine zentrale Rolle in der Nationalmannschaft spielen wird.
Jesus erklärte, dass er nur wenige Änderungen am Kader vornehmen werde:
„Ich bin nicht dumm. In den nächsten vier Jahren werden natürlich neue Spieler hinzukommen, aber wir werden uns nicht weit von dem Kader entfernen, der bei der Weltmeisterschaft 2026 dabei war. Zwei oder drei neue Spieler – ungefähr in diesem Rahmen. Viel mehr wird sich nicht ändern.“
Fokus auf bessere Leistungen
Obwohl Jesus am bestehenden Gerüst der Mannschaft – einschließlich Al-Nassr-Star Cristiano Ronaldo – festhalten will, fordert er eine deutliche Leistungssteigerung, damit Portugal auf europäischer und internationaler Ebene wieder konkurrenzfähig wird.
Er sagte weiter:
„Wenn die Nationalmannschaft nicht besser spielt als bei der Weltmeisterschaft, werde auch ich nichts besser machen können. Gemeinsam mit meinem Trainerstab müssen wir das Spielniveau anheben. Andernfalls werden wir weiterhin einem Traum hinterherlaufen, den wir seit Jahren verfolgen.
Wir haben großartige Spieler, aber wir gewinnen zu wenig. Wir haben vor zehn Jahren die Europameisterschaft gewonnen und zweimal die Nations League. Das ist zwar nicht der wichtigste Wettbewerb, aber vielleicht der schwierigste, weil man dort ständig gegen die besten europäischen Mannschaften spielt. Erst im vergangenen Jahr standen Portugal, Frankreich, Deutschland und Spanien in der Endrunde.“
