EKLAT NACH DEM SPIEL: „Was für ein hinterhältiger Mensch!“ Nur wenige Minuten nach dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien
Nur wenige Minuten nach dem Abpfiff des WM-Finales 2026 im MetLife Stadium nahe New York war die Feier der neuen Weltmeister Spanien von hässlichen Szenen überschattet. Spanien hatte Argentinien nach Verlängerung mit 1:0 besiegt – Ferran Torres erzielte in der 106. Minute den entscheidenden Treffer –, doch statt respektvoller Handschläge eskalierte die Situation auf dem Rasen. Leandro Paredes, der argentinische Mittelfeldspieler, verlor komplett die Fassung und attackierte spanische Gegenspieler. Was folgte, war ein Eklat, der die Fußballwelt empörte und Experten zu scharfen Worten griffen lassen.
Paredes, der bereits während des Spiels durch harte Zweikämpfe aufgefallen war, ging zunächst auf Eric García los. Er packte den Spanier am Hals und schubste ihn. Als Gavi dazwischengehen wollte, packte Paredes dessen Trikot, traf ihn mit der Hand ins Gesicht und stieß ihn mehrfach zu Boden. Schiedsrichter Slavko Vinčić zeigte dem Argentinier nach dem Abpfiff die Rote Karte – eine seltene und symbolträchtige Maßnahme. Weitere Rangeleien brachen aus, darunter Vorfälle mit Nahuel Molina, der Rodri einen Schlag versetzt haben soll. Die FIFA leitete umgehend eine Disziplinaruntersuchung ein.
Die Szenen lösten weltweit Empörung aus. Thomas Hitzlsperger, der das Finale verfolgt hatte, polterte auf X und nannte Paredes, Enzo Fernández, Otamendi und weitere Argentinier „widerwärtige Sportler“ und „Rüpel ohne Gespür für den schönen Sport“. Er stellte klar: Messi sei ein Genie, doch viele seiner Teamkollegen hätten den Sport mit Füßen getreten. Ähnlich harsch urteilten andere Experten. Christoph Kramer appellierte an junge Zuschauer, die Argentinier nicht als Vorbilder zu sehen. Urs Meier, die Schiedsrichter-Legende, sprach von unwürdigen Bildern, die hängen bleiben und schlechte Signale an den Amateur- und Jugendfußball senden. „Man muss auch lernen, zu verlieren“, mahnte er. Dietmar Hamann forderte sogar Sperren von einem Jahr für Paredes und Molina.
Das Finale selbst war bereits von Argentiniens harter, oft unfairer Spielweise geprägt gewesen. Die Albiceleste, die sich durch das Turnier mit aggressiven Fouls und taktischem Rüpelverhalten gekämpft hatte, blieb offensiv blass – in der regulären Spielzeit ohne Torschuss aufs Tor. Spanien dominierte mit Ballbesitz, Kontrolle und der jungen Generation um Lamine Yamal. Enzo Fernández sah noch in der Nachspielzeit der regulären Zeit Gelb-Rot, sodass Argentinien die Verlängerung in Unterzahl bestreiten musste. Der Sieg der Iberer war hochverdient und krönte ein Turnier, in dem Spanien nur ein Gegentor kassierte und den zweiten WM-Titel nach 2010 holte.
Doch der Nachgeschmack bleibt bitter. Spanischer Trainer Luis de la Fuente nannte die Vorfälle später „unerträglich und inakzeptabel“. Argentiniens Coach Lionel Scaloni zeigte Größe und schützte seine Spieler später als „Krieger“, doch die Bilder von Paredes’ Ausraster überschatten den Abschied von Lionel Messi, der mit Tränen in den Augen die Silbermedaille entgegennahm. Die FIFA-Untersuchung wird klären, welche Sanktionen folgen. Für viele Beobachter steht fest: Solches Verhalten gehört nicht in ein WM-Finale. Fußball lebt von Leidenschaft, aber auch von Respekt. Paredes’ Aktion – und die Reaktionen darauf – haben das einmal mehr schmerzhaft in Erinnerung gerufen. „Was für ein hinterhältiger Mensch!“ – dieser Ausruf fasst die Empörung vieler zusammen, die den schönen Sport über die Brutalität stellen.
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