Was als ein heller und verheißungsvoller Fußballtag in Leipzig begann, endete in einer Tragödie, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Am Samstagnachmittag, als tausende Fans erwartungsvoll in die Red Bull Arena strömten, um das Bundesligaspiel ihrer Mannschaft zu verfolgen, ereignete sich ein Vorfall, der Verein und Anhänger tief erschütterte.
Kurz vor dem Anpfiff erreichten erste Meldungen die Ränge: In den Zuschauerbereichen hatte sich ein schwerer medizinischer Notfall ereignet. Trotz des schnellen Eingreifens der Sanitäter und des medizinischen Teams des Vereins konnte ein langjähriger Leipzig-Anhänger nicht gerettet werden. Er verstarb noch im Stadion. Die Stimmung, die zuvor von Gesängen und Vorfreude getragen war, verwandelte sich in schwere Stille. Fahnen wurden gesenkt, die üblichen Fangesänge wichen leisen Stimmen und tränenreichen Umarmungen.
Auch die Spieler wurden schnell informiert. Während des Aufwärmens zeigten sie sich sichtlich betroffen. Kapitän Willi Orbán führte die Mannschaft zurück in die Kabine, während Vereinsvertreter, Schiedsrichter und Offizielle über das weitere Vorgehen berieten. Schließlich wurde entschieden, die Partie anzupfeifen, jedoch in stiller und respektvoller Atmosphäre – eingeleitet von einer Schweigeminute.
Die Red Bull Arena, sonst ein Hexenkessel voller Leidenschaft, verwandelte sich an diesem Tag in einen Ort des Gedenkens. Fangesänge verstummten, und in der Kurve wurden Banner mit Botschaften der Solidarität gezeigt. Auf einem stand schlicht: „Du wirst niemals allein stehen.“
Nach dem Spiel, das unspektakulär mit einem Unentschieden endete, sprach Trainer Marco Rose über die Gefühlslage des Teams. „Heute ging es nicht um Fußball. Wir haben einen von uns verloren – jemanden, der mit Leidenschaft und Liebe für den Verein hier war. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden. Das hier ist ihr Tag, nicht unserer.“
Der Verein veröffentlichte später eine Mitteilung, in der er bestätigte, dass psychologische Betreuung für Fans und Mitarbeiter angeboten werde. Außerdem seien bereits Pläne für eine offizielle Gedenkaktion beim nächsten Heimspiel in Arbeit. Die Fans wollen mit einer gemeinsamen Choreografie Abschied nehmen und die Erinnerung an den verstorbenen Anhänger hochhalten.
Was als gewöhnlicher Spieltag begann, wurde zu einem Moment tiefer Trauer und Zusammenhalt. Die Red Bull Arena wird bald wieder Fußball erleben – doch an diesem Tag stand sie in Stille und Schmerz