In einer schockierenden Ankündigung, die den deutschen Fußball erschüttert hat, bestätigte der FC Bayern München am späten Freitagabend, dass sein Vorstandsvorsitzender Markus Feldmann mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden wurde. Der Aufsichtsrat des Vereins erklärte, dass die Entscheidung „einstimmig und mit Nachdruck“ getroffen worden sei, unter Hinweis auf interne Differenzen in der Finanzstrategie sowie jüngste Turbulenzen in den kommerziellen Geschäften des Klubs.
Feldmann, der erst 2021 die Führung übernommen hatte, galt lange als ruhige Hand nach Jahren der Dominanz unter seinem Vorgänger. Sein plötzlicher Abgang stellt die bedeutendste Veränderung in der Vereinsführung seit über einem Jahrzehnt dar und wirft Fragen über die Stabilität des Rekordmeisters außerhalb des Spielfelds auf – während die Mannschaft weiterhin die nächste Bundesliga-Meisterschaft anstrebt.
„Der FC Bayern München und Markus Feldmann haben sich darauf geeinigt, seinen Vertrag mit sofortiger Wirkung zu beenden“, hieß es in der offiziellen Mitteilung des Vereins. „Wir danken ihm für seine Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“
Quellen aus dem Umfeld des Aufsichtsrates berichten, dass sich die Spannungen hinter den Kulissen seit Monaten aufgebaut hatten. Feldmann habe demnach auf eine aggressive internationale Expansion gedrängt, einschließlich eines großen Partnerschaftsdeals in Nordamerika. Einige Aufsichtsratsmitglieder hielten dies jedoch angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage für zu riskant. Wie viele europäische Spitzenvereine sieht sich auch der FC Bayern mit sinkenden Einnahmen nach der Pandemie und steigenden Betriebskosten konfrontiert.
Die Ankündigung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Erst kürzlich veröffentlichte Bayern schlechter als erwartete Ergebnisse aus dem Sponsoringgeschäft, während Fangruppen ihre Sorgen über steigende Ticketpreise und eine vermeintliche Abkehr von den traditionellen Werten des Klubs äußerten. Feldmanns Abgang spiegelt nach Ansicht von Insidern tiefere Meinungsverschiedenheiten wider – zwischen Befürwortern einer schnellen Globalisierung und Verfechtern finanzieller Zurückhaltung.
Vorerst wird Vereinspräsident Herbert Hainer kommissarisch als CEO einspringen, während die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger beginnt. Deutsche Medien berichten bereits über mehrere hochkarätige Kandidaten mit sowohl fußballerischem als auch wirtschaftlichem Hintergrund.
Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein: Bayern steckt nicht nur in einem engen Meisterschaftsrennen, sondern bereitet sich auch auf entscheidende Champions-League-Spiele vor. Spieler und Trainerstab sollen „überrascht“ gewesen sein, doch Cheftrainer Thomas Tuchel beruhigte die Fans und betonte, dass die Mannschaft den Fokus auf den Fußball behalte.
Ob dieser abrupte Führungswechsel eine neue Phase der Umstrukturierung einleitet oder eine tiefere Krise offenbart, bleibt abzuwarten. Vorerst bleiben den Bayern-Fans mehr Fragen als Antworten, während Europas konstanteste Fußballmacht ungewohnte Turbulenzen abseits des Platzes durchlebt.