Der Weltmeister von 2014 hat große Pläne – und diesmal geht es nicht um klassischen Fußball. Mit einem kurzen, aber eindrucksvollen Instagram-Video hat Bastian Schweinsteiger am Wochenende erneut die Herzen der Fans erobert. In dem 45-sekündigen Clip steht die ehemalige Bayern- und DFB-Legende vor einer riesigen LED-Wand, auf der die Worte „The Future of Football Begins Now“ zu lesen sind, bevor er schlicht sagt: „Lasst uns etwas Neues aufbauen.“
Innerhalb weniger Stunden ging das Video viral, erreichte Millionen von Aufrufen und löste wilde Spekulationen aus. Nun ist das Geheimnis gelüftet: Der 40-Jährige startet „Next Eleven“, ein Hybridprojekt aus Fußball und Technologie, das den Aufbau, die Führung und die Fanbindung von Vereinen revolutionieren soll.
Laut Quellen aus dem Umfeld des Projekts will Next Eleven traditionelle Vereinsstrukturen mit moderner digitaler Infrastruktur verbinden. Das Konzept sieht eine neue Art „Community-gesteuerten Vereins“ vor, bei dem Fans über Blockchain-basierte Abstimmungssysteme direkt an Entscheidungen beteiligt werden können – von Nachwuchsförderung über Mitgliedschaften bis hin zu Vereinsprojekten.
„Fußball gehört den Menschen“, erklärte Schweinsteiger in einer nachfolgenden Mitteilung. „Zu lange wurden Entscheidungen weit entfernt vom Herzen des Spiels getroffen – den Fans. Ich möchte ein Modell schaffen, in dem Leidenschaft und Innovation Hand in Hand gehen.“
Branchenkenner sind überzeugt, dass Schweinsteigers Projekt Wellen im Bundesliga-Kosmos schlagen könnte. Während die 50+1-Regel Vereine weiterhin vor externem Besitz schützt, könnte Next Eleven als moderner Bauplan für nachhaltige, fanorientierte Vereinsarbeit dienen – etwas, womit viele Traditionsklubs in Zeiten finanzieller Engpässe und schwindender Jugendinteressen kämpfen.
Berichten zufolge arbeitet Schweinsteiger mit mehreren bekannten Persönlichkeiten aus der Sport- und Techwelt zusammen – unter anderem mit seinem ehemaligen Mitspieler Philipp Lahm in beratender Funktion und einem Münchner Start-up, das auf KI-gestützte Leistungsanalysen spezialisiert ist. Der erste Standort des Projekts soll sich in der Nähe von Augsburg befinden; geplant sind Nachwuchsakademien, digitale Scouting-Plattformen und sogar eine eigene E-Sports-Abteilung.
Ob Next Eleven tatsächlich eine Fußballrevolution einleitet oder nur ein weiteres ambitioniertes Experiment bleibt, wird sich zeigen. Sicher ist jedoch eines: Bastian Schweinsteiger ruht sich nicht auf seiner legendären Vergangenheit aus – er will die Zukunft des Fußballs mitgestalten.
„Der Platz ist immer noch mein Zuhause“, schloss er, „aber das Spiel entwickelt sich weiter – und ich entwickle mich mit.“