Die Fußballwelt steht erneut unter Schock, nachdem neue Enthüllungen das ganze Ausmaß der finanziellen Krise des FC Barcelona offenbaren. Trotz seines Rufs als einer der legendärsten Vereine der Welt zeigen nun durchgesickerte Dokumente aus der spanischen Liga, dass die Katalanen am Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruchs stehen.
Laut dem Bericht schuldet Barcelona dem FC Bayern München noch immer 20 Millionen Euro aus dem Transfer von Robert Lewandowski im Jahr 2022 – ein Deal, der damals als Geniestreich gefeiert wurde. Doch diese Summe ist nur die Spitze des Eisbergs. Interne Prüfberichte belegen, dass der Verein weltweit ausstehende Verbindlichkeiten in Höhe von 159,1 Millionen Euro gegenüber anderen Klubs und Fußballorganisationen hat. Einige dieser offenen Forderungen stammen bereits aus dem Jahr 2021.
Die Enthüllungen haben eine heftige Debatte darüber entfacht, wie ein Verein mit solch riesigen Einnahmen und globaler Strahlkraft in ein derartiges Chaos geraten konnte. Kritiker machen verantwortungsloses Ausgabeverhalten, überhöhte Spielergehälter und kurzfristiges Denken verantwortlich, das sportlichen Erfolg über wirtschaftliche Nachhaltigkeit stellt.
„Das ist nicht nur schlechte Führung“, sagt die spanische Fußballanalystin Marta González. „Es ist ein kaputtes System, das Vereinen erlaubt, Geld auszugeben, das sie gar nicht haben. Barcelona ist nur das spektakulärste Beispiel eines viel tieferliegenden Problems.“
Umso erstaunlicher ist es, dass Barcelona weiterhin auftritt, als wäre alles in bester Ordnung. Während der Sommertransferperiode verpflichtete der Klub mehrere hochkarätige Spieler – für insgesamt über 60 Millionen Euro. Klubpräsident Joan Laporta verteidigte die Ausgaben und erklärte, sie seien „notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben“, und betonte selbstbewusst: „Barcelona findet immer einen Weg.“
Hinter den Kulissen jedoch scheint die Stimmung angespannt. Quellen aus dem Verein berichten von wachsendem Druck seitens der Liga, die einen Nachweis über Barcelonas Zahlungsfähigkeit fordert. Sogar UEFA-Sanktionen stehen im Raum, sollte der Klub gegen die Financial-Fairplay-Regeln verstoßen.
Der berühmte Vereinsleitspruch „Més que un club“ – „Mehr als ein Klub“ – klingt für viele inzwischen hohl. Während die Schulden weiter steigen und die Versprechen sich häufen, blickt die Fußballwelt ungläubig auf das einst glanzvolle Symbol des Erfolgs, das nun zur warnenden Lektion für den gesamten Sport geworden ist.