Ein neues Kapitel in der Geschichte des 1. FC Köln und des deutschen Fußballs wird aufgeschlagen: Der Traditionsverein vom Rhein hat offiziell den Start einer spektakulären Modernisierung des RheinEnergieSTADIONs angekündigt. Mit einem Investitionsvolumen von rund 680 Millionen Dollar (etwa 635 Millionen Euro) handelt es sich um eines der größten Infrastrukturprojekte, das je von einem deutschen Fußballverein initiiert wurde. Der Baubeginn ist für Sommer 2026 geplant, unmittelbar nach der WM in den USA, Kanada und Mexiko.
Das ehrwürdige Stadion in Müngersdorf, das zuletzt 2004 zur Heim-EM modernisiert wurde, soll in den kommenden Jahren zu einer der modernsten Fußballarenen Europas ausgebaut werden. Der Umbau umfasst nicht nur eine Erweiterung der Kapazität von derzeit 50.000 auf 60.000 Zuschauer, sondern auch weitreichende ökologische, technologische und architektonische Neuerungen.
„Wir wollen ein Stadion schaffen, das Köln, dem FC und den Fans gerecht wird – nachhaltig, emotional und zukunftsweisend“, erklärte FC-Präsident Werner Wolf bei der feierlichen Ankündigung am Samstag. Besonders betont wird der ökologische Aspekt: Das Dach soll vollständig mit Solarpaneelen ausgestattet werden, und ein innovatives Regenwassernutzungssystem wird den Wasserverbrauch drastisch reduzieren. Zudem soll das Stadion künftig energieautark betrieben werden können.
Auch das Fanerlebnis wird grundlegend neu gedacht. Eine digitale Infrastruktur der neuesten Generation soll High-Speed-Internet in allen Bereichen garantieren, während eine neue Fan-Zone, interaktive Museen und Restaurants mit Blick auf das Spielfeld das Stadionerlebnis erweitern. Für die Spieler entstehen modernste Trainings- und Rehabilitationsräume, und erstmals wird auch ein Bereich speziell für den Frauenfußball integriert.
Die Stadt Köln und der Verein rechnen mit einer Bauzeit von etwa vier Jahren. Während der Umbauphase soll der Spielbetrieb weitgehend im Stadion fortgeführt werden – mit temporären Tribünen und einer etappenweisen Umsetzung der Bauabschnitte.
Mit diesem ambitionierten Projekt möchte der 1. FC Köln nicht nur seine Zukunft sichern, sondern auch ein Zeichen für Innovation, Nachhaltigkeit und städtebauliche Verantwortung setzen. „Das neue RheinEnergieSTADION wird ein Symbol für den Fußball der Zukunft – mitten im Herzen einer weltoffenen Stadt“, so Wolf.
Der Baubeginn im Sommer 2026 verspricht also nicht nur Lärm und Baustellen, sondern auch große Vorfreude auf eine neue Ära des Kölner Fußballs.